27.4.2026 – Unter den Marktschwergewichten (mehr als 175 Millionen Euro gebuchte Bruttoprämien) hat die Provinzial die Einnahmen auf Sechsjahressicht mit Abstand am stärksten ausgebaut. Während auch die Debeka, Generali, der LVM und die R+V wuchsen, hatten die Axa, Allianz, Ergo und Signal Iduna Verluste hinzunehmen. Dies zeigt der „Branchenmonitor 2025: Unfallversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig.
Den im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) organisierten Unfallversicherern gelang zwischen 2019 und 2024 ein Ausbau der gebuchten Bruttoprämien um etwa zwei Prozent auf 6,8 Milliarden Euro.
Dabei konnten fast drei Viertel der 50 nach Beitragsaufkommen größten Marktteilnehmer zulegen (VersicherungsJournal 26.3.2026). 13 Marktteilnehmer hatten gegen den Branchentrend sinkende Umsätze hinzunehmen (26.3.2026).
Dies ist dem „Branchenmonitor: Unfallversicherung 2025“ der V.E.R.S. Leipzig GmbH zu entnehmen. In diesem werden zahlreiche Kennzahlen der 50 größten Marktteilnehmer mit rund 94 Prozent Marktanteil dargestellt. Zu den aufgelisteten Kennzahlen gehören unter anderem auch die Betriebskostenquoten (27.4.2026).
Allianz, Axa, Ergo und Signal Iduna im Minus
Zu den Akteuren mit gesunkenen Umsätzen im Beobachtungszeitraum gehören gleich vier der Branchenschwergewichte (mehr als 175 Millionen Euro Einnahmen). Die Axa Versicherung AG mit fast einem Achtel (auf nur noch gut 200 Millionen Euro) und die Allianz Versicherungs-AG mit mehr als einem Neuntel (auf 1.179 Millionen Euro) büßten vergleichsweise stark ein.
Zu den Umsatzverlierern zählen auch die Ergo Versicherung AG (minus 7,4 Prozent auf rund 560 Millionen Euro) und die Signal Iduna Allgemeine Versicherung AG (minus 2,4 Prozent auf etwa 289 Millionen Euro).
Steigerungen bei Provinzial, LVM, Debeka, R+V und Generali
Um knapp acht Prozent legte die Generali Deutschland Versicherung AG zu (auf 441,5 Millionen Euro), um annähernd zehn Prozent die R+V Allgemeine Versicherung AG (auf über 455 Millionen Euro).
Um jeweils ein gutes Fünftel wuchsen die Debeka Allgemeine Versicherung AG (auf knapp 441 Millionen Euro) und der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G. (auf 249 Millionen Euro). Die Provinzial Versicherung AG konnte ihren Umsatz auf 179 Millionen Euro mehr als verdoppeln.
Debeka, LVM und Provinzial mit kontinuierlichen Zuwächsen
Die deutliche Steigerung der Provinzial ging zum Großteil auf die Verschmelzung der Westfälischen Provinzial auf die Provinzial Rheinland zurück, die dann in Provinzial Versicherung AG umfirmiert wurde (13.12.2021). Auch im Jahr vor und in den Jahren nach der Fusion waren Umsatzsteigerungen zu beobachten. Die Wachstumsdynamik nahm zuletzt von 1,9 auf hauchdünn unter ein Prozent ab.
Debeka und LVM wuchsen ebenfalls kontinuierlich, wobei die Münsteraner ohne größere Schwankungen um jeweils vier Prozent pro Jahr zulegten. Bei den Koblenzern verlangsamte sich die Wachsdynamik von knapp fünf auf zuletzt 3,3 Prozent. Die Generali wuchs nach anfänglich minimalen Verlusten zuletzt viermal in Folge.
Axa, Ergo und Signal Iduna mit kontinuierlichen Verlusten
Während die R+V 2021 leicht und im Jahr darauf deutlich einbüßte (11.1.2024), konnte die Allianz nur im Jahr 2021 ihr Prämienvolumen steigern. Bei Axa, Ergo und Signal Iduna schrumpften die Einnahmen in jedem Jahr des Beobachtungszeitraums. Dabei büße die Signal Iduna in jedem Jahr weniger als ein Prozent ein, die Ergo zwischen einem und drei Prozent sowie die Axa zwischen zwei und drei Prozent.
Die Verminderungen gingen bei den meisten der vorgenannten Umsatzverlierer hauptsächlich darauf zurück, dass sie ihr UBR-Engagement zurückschrauben oder bereits eingestellt haben.
Der „Branchenmonitor 2025: Unfallversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die Daten werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2019 bis 2024). Die rund 80-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 892,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.







