20.10.2026 – 2025 lagen die durchschnittlichen Ausgaben für Versicherungspolicen der Deutschen vergleichsweise deutlich über dem Niveau des Vorjahres. In der Kranken- und der Kompositversicherung wurden neue Rekordwerte erzielt. Letztgenanntes Segment überholte erstmals die Lebensversicherung. Hinsichtlich der Versicherungsdurchdringung setzte sich die positive Entwicklung nach aktuellen GDV-Zahlen fort.
2025 gaben die Menschen hierzulande für Versicherungen 254 Milliarden Euro aus und damit knapp sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das zeigen die „Statistiken zur deutschen Versicherungswirtschaft“ für das Berichtsjahr. Diese hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) Ende September 2025 veröffentlicht (VersicherungsJournal 29.9.2026, 28.9.2026, 25.9.2026).
Die Bevölkerungszahl lag nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) zum Jahresende 2025 (2024) bei etwa 83,5 (83,6) Millionen Euro (29.1.2026).
Versicherungsdichte steigt auf neuen Rekordwert
In den Statistiken gibt der GDV die Pro-Kopf-Ausgaben für Versicherungen je Bundesbürger mit 3.043 Euro an. Das bedeutet einen Zuwachs um fast sieben Prozent beziehungsweise 197 Euro im Vergleich zum Jahr zuvor (8.1.2026) – auf einen Höchststand.
In den drei Jahren davor waren es jeweils um die 2.700 Euro (9.10.2024, 31.10.2023, 27.9.2022). Zum Vergleich: Im Jahr 2013 war der Betrag um rund 720 Euro beziehungsweise fast ein Viertel niedriger ausgefallen.
Pro-Kopf-Ausgaben für Lebensversicherungen etwas gestiegen
Knapp 40 Prozent des jährlichen Budgets für Versicherungen gehen auf die Konten der Schaden-/Unfallversicherer. Für 2025 weist der GDV hier einen Betrag von 1.193 Euro aus. Damit liegt diese Sparte erstmals vor den Lebensversicherungen.
Die Aufwendungen der Bürger fielen um 86 Euro beziehungsweise knapp acht Prozent höher aus als vor Jahresfrist. Im Vergleich zu 2013 steht ein Zuwachs um über 440 Euro beziehungsweise um weit über die Hälfte zu Buche.
Positiv war die Entwicklung laut vorläufigen Verbandszahlen auch in der Lebensversicherung, für die jeder Einwohner im Schnitt 1.192 Euro ausgab. Das sind 60 Euro beziehungsweise 5,3 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Zwischen 2019 und 2021 waren es allerdings jeweils noch mehr als 1.200 Euro.
In der privaten Krankenversicherung (PKV) erhöhten sich die durchschnittlichen Ausgaben um 50 Euro beziehungsweise über acht Prozent auf eine neue Rekordsumme von 657 Euro. Der aktuelle Betrag für Krankenversicherungen liegt um 210 Euro über demjenigen aus 2013. Das entspricht einer Steigerung um fast die Hälfte.
Versicherungsdurchdringung wieder im Aufwind
Der GDV publizierte in den Statistiken auch Daten zur Versicherungsdurchdringung (gebuchte Bruttobeiträge der Erstversicherer in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP)). Laut Destatis ist das BIP 2024 nominal um über drei Prozent auf knapp 4,5 Billionen Euro gestiegen. Preisbereinigt weist das Amt ein Plus von 0,2 Prozent aus.
In der Folge hat sich die Versicherungsdurchdringung im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht, und zwar um etwa 0,2 Prozentpunkte auf 5,68 Prozent. Seit 2013 ist die Durchdringung bis auf drei Ausnahmen (2019, 2020 und 2024) zurückgegangen. Der Höchstwert auf Zwölfjahressicht wurde 2013 mit über 6,5 Prozent erreicht, der Tiefststand 2023 mit unter 5,4 Prozent.
Stagnation in der Lebensversicherung
In der Sparte Leben ging es im Vergleich zum Vorjahr leicht nach oben. Mit 2,23 Prozent wurde der Tiefstwert von vor zwei Jahren (2,18) allerdings nur so gerade eben überboten. 2013 war der Wert noch um annähernd einen Prozentpunkt höher ausgefallen.
Im Versicherungszweig Schaden/Unfall nahm der Anteil der Versicherungsprämien am BIP um 0,11 Prozentpunkte auf 2,23 Prozent zu. Dies entspricht dem höchsten Wert im Betrachtungszeitraum. Im schlechtesten Fall betrug die Durchdringung 1,98 Prozent (2022).
Gestiegen ist die Durchdringung auch in der PKV (plus 0,06 Prozentpunkte auf 1,23 Prozent). Größere Schwankungen waren in diesem Segment nicht zu beobachten. Die Werte lagen zwischen 1,15 Prozent (2023) sowie 1,26 Prozent (2013).





