20.9.2021 (€) – Die Debeka zieht weiter einsam ihre Runden an der Spitze des Umsatzrankings der privaten Krankenversicherer. Dahinter folgen weiterhin DKV, Allianz, Axa, Signal Iduna, Generali, Barmenia, BBKK und Continentale. Dabei schob sich die BBK bis auf vier Millionen Euro an die Barmenia heran und vergrößerte gleichzeitig den Vorsprung auf die Continentale deutlich. Die SDK zog an der LKH vorbei auf Platz 14 und ist der direkt davor platzierten Gothaer dicht auf den Fersen. Dies zeigen Daten aus dem Map-Report 920.
Im Geschäftsjahr 2020 bauten die privaten Krankenversicherer (PKV) die verdienten Bruttobeiträge um 4,5 Prozent auf fast 42,7 Milliarden Euro aus. Prozentual gesehen legte die erst vor vier Jahren gegründete Ottonova Krankenversicherung AG (VersicherungsJournal 23.6.2017) mit knapp 158 Prozent am stärksten zu.
Nach absoluten Zahlen schaffte der Debeka Krankenversicherungs-Verein a.G. mit 315 Millionen Euro den stärksten Zuwachs (auf fast 6,6 Milliarden Euro). Dies ist einer Übersicht aus dem Map-Report Nummer 920 – „Bilanzrating private Krankenversicherung 2020“ zu entnehmen, in der 37 Marktteilnehmer aufgeführt sind (15.9.2021),
Debeka baut Vorsprung aus
Durch das etwa fünfprozentige Plus bauten die Koblenzer ihre Marktführerschaft um über 230 Millionen Euro auf 1,57 Milliarden Euro vor dem weiterhin ärgsten Verfolger DKV Deutsche Krankenversicherung AG aus. Dieser Akteur wuchs mit 1,7 Prozent nicht einmal halb so stark wie die Branche.
Erneut an dritter Stelle liegt die Allianz Private Krankenversicherungs-AG. Der Versicherer verkürzte durch seinen Zuwachs auf Marktniveau (auf 3,73 Milliarden Euro) den Rückstand auf die DKV um 80 Millionen Euro auf nur noch 1,25 Milliarden Euro.
Nur noch etwa 300 Millionen Euro dahinter folgt die Axa Krankenversicherung AG. Sie baute aufgrund einer etwas größeren Steigerung den Vorsprung auf die Signal Iduna Krankenversicherung a.G. von knapp 330 auf mehr als 370 Millionen Euro aus. Letztere überschritt erstmals die Marke von drei Milliarden Euro.
BBKK holt auf
Die Generali Deutschland Krankenversicherung AG (früher Central, 2.7.2020) belegt mit erstmals über zwei Milliarden Euro weiterhin Position sechs in der Umsatzrangliste der PKV-Anbieter. Der Rückstand zur davor platzierten Signal Iduna vergrößerte sich auf mehr als eine Milliarde Euro. Dafür schrumpfte der Vorsprung auf die Barmenia Krankenversicherung AG an siebter Stelle um 25 auf 163 Millionen Euro.
Die Wuppertaler liegen ihrerseits nicht einmal mehr vier Millionen Euro vor der Bayerischen Beamtenkrankenkasse AG (BBKK). Der letztgenannte Akteur erhöhte durch ein siebenprozentiges Plus den Vorsprung auf die Continentale Krankenversicherung a.G. von acht auf mehr als 60 Millionen Euro.
Die Plätze zehn und elf belegen mit jeweils knapp 1,5 Milliarden Euro Prämienvolumen unverändert die Huk-Coburg-Krankenversicherung AG und die Hansemerkur Krankenversicherung AG. Die beiden Wettbewerber liegen weiterhin etwas über 30 Millionen Euro auseinander. Auf Rang zwölf findet sich erneut die Hallesche Krankenversicherung a.G. wieder mit aktuell 1,3 Milliarden Euro.
SDK überholt LKH
Dahinter folgen dicht beieinander mit Umsätzen zwischen 890 und 860 Millionen Euro die Gothaer Krankenversicherung AG, die Süddeutsche Krankenversicherung a.G. (SDK), die Landeskrankenhilfe V.V.a.G. (LKH) und die UKV – Union Krankenversicherung AG.
Dabei überholte die SDK durch einen doppelt so starken Einnahmezuwachs die LKH. Letztere hat nach einem lediglich gut zweiprozentigen Wachstum nur noch weniger als zehn (Vorjahr: über 40) Millionen Euro Vorsprung auf die UKV.
Die Positionen 17 bis 21 belegen in unveränderter Reihenfolge die Inter Krankenversicherung AG, die R+V Krankenversicherung AG, die Universa Krankenversicherung a.G., die Ergo Krankenversicherung AG und die Münchener Verein Krankenversicherung a.G. Das Prämienaufkommen liegt zwischen 725 und 566 Millionen Euro.
Bezugshinweis und weitere Studieninhalte
Der Map-Report Nummer 920 – „Bilanzrating private Krankenversicherung 2020“ ist bei der Franke und Bornberg Research GmbH erschienen.
Er enthält auf 129 Seiten neben den detaillierten Ratingergebnissen (8.9.2021) auch Übersichten zu insgesamt mehr als zwei Dutzend Bilanzkennzahlen (Geschäftsjahr 2020) von bis zu 35 Anbietern. Hierzu gehören unter anderem die portierten Alterungsrückstellungen, die Rückschlüsse auf die Umdeckungsaktivitäten zulassen (13.9.2021).
Das Heft bietet auch Einzelübersichten mit acht ausgewählten Kennzahlen in der Zeitreihe von 2009 bis 2020 zu 28 Gesellschaften. Es ist als E-Paper ab 305 Euro netto über die Bestellseite von Franke und Bornberg erhältlich.





