23.9.2026 – Die Allianz war auch im vergangenen Jahr der größte Erstversicherungskonzern auf dem deutschen Markt. Sie legte auch beim Marktanteil am stärksten hinzu. Die größten Verluste hatte die Talanx zu verzeichnen. Die Öffentlich-Rechtlichen behaupteten die zweite Position im Ranking vor R+V und Generali. Die Debeka überholte die Ergo und rangiert nun an fünfter Stelle. Dies zeigt die aktuelle Kivi-Analyse zur Marktanteilsentwicklung im deutschen Erstversicherungsmarkt.
Von den 14 größten Versicherungskonzernen beziehungsweise -gruppen mit mindestens zwei Prozent Marktanteil im deutschen Erstversicherungsmarkt haben 2025 fünf Akteure Marktanteile verloren. Dies zeigt die aktuelle Marktanteilsstatistik der Kivi GmbH Kölner Institut für Versicherungsinformation und Wirtschaftsdienste.
Im Vorjahr traf dies auf fünf von 13 Platzhirschen zu (VersicherungsJournal 17.9.2025), im Jahr davor auf fünf von zwölf (12.9.2024). Drei Jahre zuvor war dies bei sechs von elf Marktgrößen der Fall (29.9.2023), vier Jahre zuvor aber nur bei einem von elf Branchenschwergewichten (8.9.2022).
Fünf Akteure mit Marktanteilsverlusten
Die größten Verluste hatte mit über 0,4 Prozentpunkten (auf 2,75 Prozent) die Talanx-Gruppe zu verzeichnen. Zu leichten Einbußen in der Sparte Leben kam ein deutlicher Rückgang in Komposit (von 4,3 auf 3,5 Prozent Marktanteil) hinzu.
Marktanteilsverluste von jeweils um die 0,1 Prozentpunkte hatten die Generali-Gruppe (auf nur noch hauchdünn über sechs Prozent), die Signal Iduna-Gruppe (auf unter 2,6 Prozent) und die Ergo-Gruppe (auf 5,8 Prozent) hinzunehmen. Minimale Einbußen waren bei der Axa-Gruppe zu beobachten (auf 4,9 Prozent).
Öffentlich-Rechtliche legten am stärksten zu
Leichte Steigerungen ihres Marktanteils von unter 0,1 Prozentpunkten schafften die Zurich Gruppe Deutschland (auf 2,3 Prozent), die LVM Versicherungen (auf fast 2,1 Prozent) sowie die Barmeniagothaer-Gruppe (auf 3,37 Prozent).
Zwischen 0,12 und 0,24 Prozentpunkten legten die Alte Leipziger/Hallesche-Gruppe (ALH-Gruppe; auf 2,15 Prozent), die als Gruppe zusammengefassten öffentlich-rechtlichen Versicherungsunternehmen (auf fast 10,2 Prozent), die Huk-Coburg-Gruppe (auf 4,3 Prozent) und die R+V-Gruppe (auf annähernd 6,7 Prozent) zu.
Die Debeka-Gruppe wuchs um fast 0,4 Prozentpunkte (auf über 5,8 Prozent) und die Allianz-Gruppe um gut 0,7 Prozentpunkte (auf über 18,1 Prozent).
Einige Rangverschiebungen
Durch die unterschiedlichen Entwicklungen kam es zu zahlreichen Rangverschiebungen in der Top 14, wenn auch nicht auf den vorderen vier Plätzen. Dort führt die Allianz weiterhin vor den Öffentlich-Rechtlichen, der R+V und der Generali. Dahinter folgen in umgekehrter Reihenfolge zum Vorjahr die Debeka und die Ergo vor weiterhin der Axa.
Die Plätze acht bis 14 belegen unverändert die Huk-Coburg, die Barmeniagothaer, die Talanx, die Signal Iduna, die Zurich, die ALH-Gruppe und der LVM.
Das wird in der Marktanteilsstatistik untersucht
Das Kivi analysiert jährlich auf Basis der Geschäftsberichte den deutschen Versicherungsmarkt. Die Marktanteilsstatistik erfasst Versicherungskonzerne oder -gruppen mit allen Einzelunternehmen, sofern mindestens ein Unternehmen mehr als 50 Millionen Euro gebuchte Bruttoprämien im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft in Deutschland erzielt.
Auf dieser Basis ergeben sich (2024: 69; 2023: 71) Anbietergruppen, die aus 151 (155; 153) Schaden- beziehungsweise Komposit-, 76 (78; 81) Lebens- und weiterhin 35 (36) Krankenversicherungsunternehmen bestehen.
Die acht öffentlich-rechtlichen Versicherungsunternehmen werden dabei als eigene Gruppe zusammengefasst. Sie besteht insgesamt aus 27 Schaden- beziehungsweise Komposit-, acht Lebens- und fünf Krankenversicherern.
Die 68 Anbietergruppen kamen 2025 auf einen Marktanteil von etwa 98,38 (98,23; 97,57) Prozent. Der „durchschnittliche“ Anbieter besteht aus 2,39 (2,40; 2,28) Schaden- beziehungsweise Komposit-, 1,50 (1,51; 1,52) Lebens- und 0,66 (0,64; 0,65) Krankenversicherungsunternehmen.
Weitere Studiendetails und Bezugshinweise
Insgesamt unverändert 21 der 69 Anbietergruppen hatten einen Anteil von mehr als einem Prozent am Markt. Bei den kleinen Einzelversicherern mit weniger als 50 Millionen Euro Prämie handelt es sich der Analyse zufolge überwiegend um Spezialversicherer mit begrenzter Geschäftstätigkeit. Sie kommen zusammengerechnet nur auf rund 0,6 Prozent Marktanteil.
Die Marktanteilsstatistik (MAS) 2025 kann unter dieser E-Mail-Adresse bestellt werden. Für Nicht-Versicherungsunternehmen kostet das komplette Paket – Marktanteilsstatistik mit der Sonderanalyse Schaden/Unfall – netto 1.330 Euro. Die Kosten für die Marktanteilsstatistik allein betragen netto 1.000 Euro. Nur die Sonderanalyse kostet netto 440 Euro.





