26.7.2017 (€) – Die Allianz erzielt im unabhängigen Vermittlermarkt in Sachen betriebliche Altersversorgung nicht nur die mit Abstand größten Geschäftsanteile. Auch in der Zufriedenheitswertung liegt die Gesellschaft weit vorne. In der Direktversicherung belegt sie Rang eins und im Durchführungsweg Unterstützungskasse knapp hinter der Alten Leipziger den zweiten Platz. Dies zeigt die Asscompact-„Marktstudie betriebliche Altersversorgung 2017“.
Sowohl in Sachen Direktversicherung als auch im Durchführungsweg Unterstützungskasse erzielt die Allianz Lebensversicherungs-AG die größten Geschäftsanteile im unabhängigen Vermittlermarkt. Dies ist ein Ergebnis der „Marktstudie betriebliche Altersversorgung 2017“ (VersicherungsJournal 6.7.2017).
Die Untersuchung der BBG Betriebsberatungs GmbH und der IVV Institut für Versicherungsvertrieb Beratungsgesellschaft mbH basiert auf einer im Mai 2017 durchgeführten Online-Umfrage unter 321 unabhängigen Vermittlern. Diese sind zum Großteil als Versicherungsmakler tätig, aber auch als Kapitalanlagevermittler und Mehrfachvertreter.
So wurde die Zufriedenheit ermittelt
Im Rahmen der Studie wurde zudem untersucht, mit welchen Anbietern der betrieblichen Altersversorgung (bAV) die Makler und Mehrfachvertreter am zufriedensten sind. Die unabhängigen Vermittler hatten die Gesamtzufriedenheit auf einer 100er-Skala zu bewerten anhand von 14 auf Basis einer Regressionsanalyse gewichteten Leistungskriterien in den fünf Dimensionen
- Unternehmensführung (Qualität der Tarifpolitik, Image und Finanzstärke/ finanzielle Stabilität des Versicherungs-Unternehmens),
- Produktmanagement (Breite der angebotenen Produktpalette, Flexibilität der Produkte und Tarife, Preis-Leistungs-Verhältnis),
- Vertriebsunterstützung (persönliche sowie zentrale Vertriebsunterstützung, Qualität und Performance der Berechnungs- und Beratungssoftware),
- Abwicklungsservice (Qualität der vorvertraglichen Informationen, der Neugeschäftsabwicklung und des Bestandskundenservices),
- Courtage (Flexibilität der Courtagemodelle, Qualität der Courtageabwicklung).
Für die Auswertung wurden die Durchschnittsnoten je Gesellschaft und Leistungskriterium mit einem Relevanzfaktor gewichtet und zu einer Gesamtzufriedenheits-Note verdichtet. Abschließend wurde ein Index gebildet, bei dem der Anbieter mit der besten Gesamtzufriedenheits-Note 100 Punkte erhält und die weiteren Anbieter anhand ihrer Abstände zum besten Wert in Prozent abgestuft werden.
Die Kriterien mit der größten Relevanz waren dabei der Bestandskundenservice, das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die Finanzstärke beziehungsweise finanzielle Stabilität. „Wenn die Bewertung des Bestandskundenservices um eine Einheit verbessert werden kann, dann verbessert sich auch die Gesamtbewertung der Anbieter um 0,311 Einheiten“, heißt es in der Studie zur Erläuterung für die Relevanz.
Unterschiedliche Reihenfolge bei Geschäftsanteilen und Zufriedenheit
Auffällig ist, dass es in der Rangliste nach Gesamtzufriedenheit eine ganze Reihe von Abweichungen zur Reihenfolge bei den Geschäftsanteilen gibt. Gründe für die Abweichungen sind der Studie nicht zu entnehmen.
So landete die Canada Life Assurance Europe plc, Niederlassung für Deutschland an zweiter Position bei den Geschäftsanteilen, in der Zufriedenheitswertung jedoch nur auf dem vierten Platz. Dies liegt vor allem an nur mittelmäßigen Bewertungen bei der zentralen Vertriebsunterstützung, beim Image und bei der Breite der Produktpalette.
Zudem gab es lediglich einmal den Spitzenrang (im zweitwichtigsten Kriterium Preis-Leistungs-Verhältnis) und nur vier weitere Top-Drei-Platzierungen (unter anderem im wichtigsten Kriterium Bestandskundenservice sowie in Sachen Neugeschäftsabwicklung).
Die Nürnberger Lebensversicherung AG schneidet mit Rang 13 hinsichtlich der Gesamtzufriedenheit um gleich sechs Plätze schlechter ab als in Sachen Geschäftsanteile. Bei zehn der 14 Kriterien gehört die Gesellschaft zu den drei schlechtesten Anbietern. Bei Finanzstärke, Breite der Produktpalette sowie Flexibilität der Courtagemodelle ist die Nürnberger sogar nur Schlusslicht.
Schwankungen um mehrere Positionen
Jeweils zwei Positionen besser als hinsichtlich der Geschäftsanteile schnitten in der Zufriedenheitswertung die Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G. mit Platz drei sowie die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. mit Rang vier ab.
Der Volkswohl Bund kam auf sieben Top-Drei-Platzierungen und liegt bezüglich Bestandskundenservice, Preis-Leistungs-Verhältnis, Neugeschäftsabwicklung, Breite der Produktpalette sowie Tarifpolitik in unmittelbarer Schlagdistanz zur Spitze. Eine noch bessere Position verhinderte die nur unterdurchschnittliche Flexibilität der Courtagemodelle. Hier sehen die Makler die Gesellschaft lediglich an drittletzter Stelle.
Die Stuttgarter liegt in keinem der Kriterien, bis auf das Image, mehr als acht Punkte hinter dem führenden Lebensversicherer zurück. In Sachen Tarifpolitik sehen die unabhängigen Vermittler die Gesellschaft an erster Position, bei der zentralen Vertriebsunterstützung und der Breite der Produktpalette auf dem zweiten Platz.
Mit der Allianz sind die Vermittler am zufriedensten
Mit einem nicht ganz so großen Vorsprung wie bei den Geschäftsanteilen belegt die Allianz Lebensversicherungs-AG auch in der Zufriedenheitswertung den Spitzenrang. In fünf der sechs wichtigsten Kriterien (Bestandskundenservice, Finanzstärke, zentrale Vertriebsunterstützung, Neugeschäftsabwicklung und Image) steht die Allianz an erster Stelle.
Hinzu kommen sechs weitere Top-Platzierungen. Lediglich in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis und persönliche Vertriebsunterstützung reichte es für die Gesellschaft nicht für eine Platzierung unter den ersten drei Direktversicherungs-Anbietern. Dort landete die Allianz jeweils an vierter Stelle.
Unterstützungskasse: Alte Leipziger vor Allianz
Im Durchführungsweg Unterstützungskasse liegt die Allianz hauchdünn hinter der Alten Leipziger Lebensversicherung a.G., was die Gesamtzufriedenheit betrifft.
Die Alte Leipziger ist aus Maklersicht in acht Kriterien der Top-Anbieter, darunter in vier der fünf wichtigsten Bereiche (Bestandskundenservice, Preis-Leistungs-Verhältnis, zentrale Vertriebsunterstützung und Neugeschäftsabwicklung).
Für die Allianz gab es insgesamt vier Mal die beste Bewertung (Finanzstärke, Image, Berechnungs- und Beratungssoftware sowie Courtageabwicklung). Das Führungsduo gehörte in jeweils nur drei Bereichen nicht zu den Top-Drei-Anbietern.
Die 241-seitige Untersuchung „Marktstudie betriebliche Altersversorgung 2017“, kann für 2.320,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Florian Stasch per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575838 bestellt werden.






