Diese Betriebsrenten-Anbieter empfehlen Makler am ehesten weiter

12.6.2026 – Der Helvetia bringen unabhängige Vermittler laut der Asscompact-„Marktstudie Betriebliche Altersversorgung 2025“ die höchste Weiterempfehlungsbereitschaft in Sachen Direktversicherung entgegen. Dahinter folgen WWK und Volkswohl Bund. Der Neugeschäftsspitzenreiter Allianz schaffte es nur auf die vorletzte Position.

In der betrieblichen Altersversorgung (bAV) vermitteln Makler und Mehrfachvertreter das mit Abstand meiste Geschäft an die Allianz Lebensversicherungs-AG. Das gilt sowohl für die Direktversicherung als auch für die Unterstützungskasse (VersicherungsJournal (2.6.2026). Dies zeigt die Asscompact-„Marktstudie Betriebliche Altersversorgung 2026“.

In der Untersuchung wurden auch der Stellenwert und die Geschäftslage in diesem Segment erhoben. Ergebnis: Im vergangenen Jahr erzielte mehr als jeder vierte Makler mit Lösungen der betrieblichen Altersversorgung bessere Courtageeinnahmen als im Jahr zuvor. Noch besser sind die Erwartungen der Vermittler für die kommenden ein bis drei Jahre (12.6.2026).

Grundlagen der Asscompact-Marktstudie

Grundlage der Studie ist eine in der zweiten Aprilhälfte unter Versicherungsmaklern durchgeführte Onlineumfrage. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 232 unabhängigen Vermittlern angegeben.

Gut 90 Prozent der Befragten sind männlich und knapp zehn Prozent weiblich. Sie haben 29,5 Jahre Branchenerfahrung bei einem Durchschnittsalter von 56,0 Jahren. Im Schnitt mit 67,7 Jahren wollen sie aus dem Berufsleben ausscheiden. Mehr als jeder Dritte gab an, mindestens bis zum Alter von 70 Jahren arbeiten zu wollen.

Weiterempfehlungsbereitschaft der Vermittler

Erhoben wurde im Rahmen der Studie neben den Geschäftsanteilen unter anderem auch die Weiterempfehlungsbereitschaft für die bAV-Anbieter. Hierzu wurde der in der Marktforschung häufig angewandte Net-Promoter-Score herangezogen.

Ergebnis für den Durchführungsweg Direktversicherung: Die Allianz landete nur an vorletzter Stelle. Aus dem drittniedrigsten Anteil an Fürsprechern (52,2 Prozent) und dem zweithöchsten Anteil an Kritikern (über ein Fünftel) errechnet sich ein NPS-Wert von 31,3.

Helvetia vor WWK

Spitzenreiter ist mit einem mehr als doppelt so hohen Wert (80,0) die Helvetia Schweizerische Lebensversicherung AG, Direktion für Deutschland. Sie belegt beim Geschäftsanteil Position zwölf. Der Anbieter ist nur einer von drei Testkandidaten, die völlig ohne Detraktoren auskamen. Demzufolge entspricht der höchste Fürsprecheranteil von vier Fünfteln gleichzeitig auch dem NPS-Wert. Dies sollte angesichts von nur zehn Bewertungsstimmen nicht überbewertet werden.

Platz zwei (Geschäftsanteil: fünf) belegt die WWK Lebensversicherung a.G. Auch bei ihr „outete“ sich kein einziger Umfrageteilnehmer als Kritiker, so dass der dritthöchste Fürsprecheranteil von 71,4 Prozent ebenfalls dem NPS-Wert entspricht.

Volkswohl Bund auf dem Bronzerang

Auf den Plätzen drei bis fünf folgen dicht beieinander, mit NPS-Werten von um die 70, die Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G., die Alte Leipziger Lebensversicherung a.G. und die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. Die Promotorenanteile lagen zwischen 79 (Volkswohl Bund) und 68 Prozent (Stuttgarter), die Detraktorenanteile zwischen null (Stuttgarter) und acht Prozent (Volkswohl Bund).

Den sechsten Rang sicherte sich mit einem NPS von 64,5 die Canada Life Assurance Europe plc, Niederlassung für Deutschland. Über zwei Drittel zählen sich zu den Fürsprechern, etwa jeder 30. Befragte zu den Kritikern.

NPS-Score (Bild: Wichert)

Ein Blick auf die Dienstleistungsqualität der Lebensversicherer

Konkrete Gründe für die deutlich auseinandergehenden Beurteilungen sind der Untersuchung nicht zu entnehmen. Ein Blick auf die Bewertung der Dienstleistungsqualität zeigt jedoch gewisse Anhaltspunkte für die sehr stark abweichenden NPS-Werte. So liegt die Allianz in der Gesamtzufriedenheitswertung zehn Punkte hinter dem Spitzenreiter zurück.

Sie konnte nur mit der besten finanziellen Stabilität und dem zweitbesten Image punkten. Bei den Aspekten Tarifflexibilität, (de)zentrale Vertriebsunterstützung, Angebotsrechner, Bestandskundenservice und Courtageausgestaltung landete das Unternehmen unter den drei am schlechtesten beurteilten Testkandidaten. Der Rückstand auf die führenden Akteure beträgt bis zu 19 Zähler.

Die Stärken der führenden bAV-Anbieter

Hingegen schnitt die WWK in der Zufriedenheitswertung mit dem besten Punktwert von 92 ab. Der Anbieter schaffte es in allen 13 abgefragten Zufriedenheitskriterien in die Top Drei. Dabei reichte es zu (geteilten) Spitzenplätzen unter anderem in Sachen Produktqualität (Top-Kriterium), Preis-Leistungs-Verhältnis, Tarifflexibilität, Angebotsunterlagen, Bestandskundenservice und Vertriebsunterstützung.

Mit jeweils 90 Zählern den geteilten zweiten Platz in Sachen Gesamtzufriedenheit belegen Alte Leipziger und Volkswohl Bund. Letzterer schaffte zehn Top-Drei-Platzierungen, Erstere sogar elf. Darunter waren jeweils auch die vier wichtigsten Aspekte Produktqualität, Neugeschäftsabwicklung, Preis-Leistungs-Verhältnis und Tarifflexibilität.

Die 238-seitige „Marktstudie betriebliche Altersversorgung 2026“ kann für 2.950 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sebastian Sommerer per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575834 bestellt werden.

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