Hansemerkur legt in Schaden/Unfall kräftig zu

11.5.2017 (€) – Die Hansemerkur Versicherungsgruppe hatte im vergangenen Jahr einen Rückgang des Neugeschäfts um über vier Prozent zu verzeichnen. Die Bruttobeitragseinnahmen gingen um über acht Prozent zurück. Der Kundenbestand erhöhte sich auf 9,6 Millionen. Der Konzernüberschuss betrug 269,9 Millionen Euro, das Eigenkapital erhöhte sich um 73 auf 426 Millionen Euro.

Von den Berichten über mögliche Verstrickungen der Tochter- oder Enkelinnen-Gesellschaften seiner Versicherungsgruppe in die Insolvenzen anderer Unternehmen wie Unister ließ sich Hansemerkur-Vorstandschef Eberhard Sautter die gute Laune bei der diesjährigen Bilanzpressekonferenz nicht verderben.

Auch die Gerüchte über die Einführung der Bürgerversicherung nach der Bundestagswahl fochten ihn nicht an – im Zweifel müsse eben das Bundesverfassungs-Gericht entscheiden, ob diese Form der Enteignung rechtens sei.

Bestes Überschussergebnis

Wichtiger war ihm, dass die Versicherungsgruppe im Geschäftsjahr 2016 mit 269,9 Millionen Euro den höchsten Konzernüberschuss erreicht hat. Im Vorjahr war er auf 249,3 von zuvor 256,5 Millionen Euro gesunken (VersicherungsJournal 24.7.2016).

Mit Stolz verwies Sautter darauf, dass mittlerweile jeder neunte Bundesbürger bei der Hansemerkur versichert ist – gegenüber dem Vorjahr gab es einen Zuwachs um weitere 300.000 Personen auf rund 9,6 Millionen.

Dies geht vor allem auf die Hansemerkur Speziale Krankenversicherung AG zurück. Der Bestand an Brillenversicherungen (in Zusammenarbeit mit der Optikergruppe Fielmann) erhöhte sich 2016 um fast sieben Prozent auf 7,8 Millionen.

Rückläufiges Neugeschäft

Nicht ganz so gut sah es dagegen im Neugeschäft nach Beitragssumme aus, das im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent zurückging. Das lag vor allem an einem Rückgang um 48,6 Prozent im Geschäftsfeld Risiko- & Altersvorsorge.

Bei Gesundheit & Pflege gab es dagegen einen Zuwachs von 6,4 Prozent, bei Reise & Freizeit eine Steigerung um 2,0 Prozent und bei Schaden & Unfall ein Plus von 23,1 Prozent.

Die gebuchten Bruttobeiträge der Gruppe gingen um 8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück und lagen bei 1.876 Millionen Euro.

Senkung der Einmalbeiträge

Sautter begründete das mit der planmäßigen Senkung des Geschäfts mit Einmalbeiträgen in der Lebensversicherung von 302 auf 66 Millionen Euro. Die laufenden Beiträge hatten dagegen mit 175 Millionen Euro um 0,1 Prozent zugelegt.

Im Geschäftsfeld Gesundheit & Pflege betrugen die Bruttobeiträge im vergangenen Jahr 1.367 Millionen Euro (plus 5,1 Prozent). Bei Reise & Freizeit lagen sie bei 214 Millionen Euro (minus 2,0 Prozent). Mit 59 Millionen Euro Bruttobeiträgen verzeichnete der Bereich Schaden & Unfall ein Wachstum von 14,3 Prozent.

Im Rahmen der Konsolidierungs-Maßnahmen im Geschäftsfeld Risiko- & Altersvorsorge sank der Garantiezins im Bestand auf 2,49 Prozent. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen in der Lebensversicherung betrug 4,4 Prozent.

Weitere Details zur Geschäftsentwicklung können im Geschäftsbericht nachgelesen werden, der unter diesem Link als PDF-Dokument zum Download bereit steht.

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