14.7.2026 – Der laufende Beitrag pro Jahr der bei der Versicherungswirtschaft liegenden Riester-Policen betrug Ende 2025 fast 5,2 Milliarden Euro. Das Bundesarbeitsministerium schätzt, dass gut ein Fünftel bis knapp ein Viertel der bestehenden Riester-Verträge nicht bespart wird. Der durchschnittliche Gesamtbeitrag je Versicherungsvertrag und Jahr lag bei über 1.000 Euro. Rund jeder zweite Riester-Geförderte fällt in die Gruppe zwischen 20.000 und 50.000 Euro maßgebliche Jahreseinnahmen.
Ende des Jahres 2025 gab es 14,7 Millionen Riester-Verträge. Daran hat die Versicherungswirtschaft mit 9,7 Millionen den größten Anteil. 20 Prozent oder knapp drei Millionen verwalteten Investmentgesellschaften in klassischen Riester-Fondsverträgen. Zehn Prozent entfielen auf Wohn-Riester und drei Prozent auf Banksparpläne.

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Ein Viertel wird nicht bespart
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) schätzt, dass gut ein Fünftel bis knapp ein Viertel der bestehenden Riester-Verträge nicht bespart wird. Rund 3,5 Millionen Deutsche waren also einst motiviert, systematisch mit staatlicher Förderung für ihr Alter vorzusorgen. Diese Klientel auf die ab 1. Januar geltenden neuen Möglichkeiten anzusprechen, könnte somit erfolgversprechend sein.
Für kaum eine Gruppe lohnt sich das neue Modell so sehr wie für Familien mit Kindern, meint Experte Martin Schmidt. (VersicherungsJournal 7.7.2026) Der Grund ist die Kinderzulage von 300 Euro pro Kind und Jahr, die schon bei einem kleinen Eigenbeitrag voll fließt. Wer als Vermittler die Familienförderung sauber erklären kann, habe ein starkes Argument für lukratives Neugeschäft.
Und nicht zuletzt: Sparpläne sind beliebt. Allein schon das gesamte Fondsvermögen – geförderte und nicht-geförderte Produkte – beläuft sich laut Jahrbuch 2026 des Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) auf über 180 Milliarden Euro.
Riester-Verträge bringen durchschnittlich über 1.000 Euro Beitrag pro Jahr
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) sammelt branchenweit die Zahlen ein. Danach wurden knapp 9,7 Millionen Riester-Verträge betreut mit einem laufenden Beitrag pro Jahr in Höhe von fast 5,2 Milliarden Euro. Die Versicherungssumme beziehungsweise die zwölffache Jahresrente summiert sich auf über 161 Milliarden Euro.
Seit dem Jahr 2018 stellt das Bundesministerium der Finanzen (BMF) zentrale statistische Auswertungen zur steuerlichen Förderung der zusätzlichen privaten Altersvorsorge auf seiner Internetseite zur Verfügung.
Für das Jahr 2022 wird das Gesamtvolumen aller Beiträge auf rund 11,3 Milliarden Euro beziffert. Auf Versicherungen entfallen 57 Prozent. Der durchschnittliche Gesamtbeitrag je Versicherungsvertrag lag bei 1.040,84 Euro.
50 Prozent liegen zwischen 20.000 und 50.000 Euro Jahreseinnahmen
Ausgewertet wird außerdem die Anzahl der geförderten Personen nach der Höhe der maßgebenden Jahreseinnahmen (vergleiche § 86 EStG). Die mittelbar Zulageberechtigten werden dabei nicht berücksichtigt, weil deren Einkommen für die Riester-Förderung nicht relevant ist.
Im Jahr 2022 (Auswertungsstichtag: 15. Mai 2025) wurden knapp 9,5 Millionen Männer und Frauen erfasst. Bei rund einem Viertel lagen die maßgebenden Jahreseinnahmen unter 20.000 Euro. Rund jeder zweite Riester-Geförderte fällt in die Gruppe zwischen 20.000 und 50.000 Euro. Der Rest vereinnahmte über 50.000 Euro; zwölf Prozent sogar mehr als 70.000 Euro.




