4.6.2026 – Laut dem Map-Report 944 betrug das Beitragsvolumen von Policen mit Überschussbeteiligung 2025 50,6 Milliarden Euro. Von den erfassten Unternehmen haben 73 derartige Produkte im Bestand. Mit gut 17,4 Milliarden Euro entfiel ein gutes Drittel allein auf die Allianz. Dahinter folgen die R+V mit fast fünf Milliarden Euro und die Debeka mit über drei Milliarden Euro.
Mehr als die Hälfte der verdienten Bruttoprämien in der Lebensversicherung entfiel 2025 auf Lebensversicherungen mit Überschussbeteiligung. Fonds- und indexgebundene Policen kamen auf einen Anteil von fast einem Drittel (VersicherungsJournal 18.5.2026).
Dies zeigt der Ende Mai veröffentlichte Map-Report Nummer 944 – „Solvabilität im Vergleich 2016 bis 2025“. Hauptthema des Heftes ist die Finanzstärke der Lebens- und Krankenversicherer auf Basis der SFCR-Berichte (7.5.2026, 11.5.2026).
Map-Report zeigt Anteile der verschiedenen Gattungen
Zusätzlich zu den Solvenz-Daten wurde auch noch die Struktur der Lebensversicherungsbestände nach Versicherungszweigen aufgeschlüsselt, wie es in den nun nach den Regeln von Solvency II vorgeschriebenen SFCR-Berichten erforderlich ist.
Dementsprechend sind im Map-Report die verdienten Bruttobeiträge für alle 74 erfassten Lebensversicherer aufgelistet – differenziert unter anderem nach den Versicherungsformen Leben mit Überschussbeteiligung, Index- und fondsgebundene Policen, Sonstige und Leben-Rückversicherung.
Drei Versicherer haben zusammen mehr als die Hälfte Marktanteil
Die im Map-Report gelisteten 76 Lebensversicherer haben 2024 ein Prämienaufkommen von zusammen 94,85 Milliarden Euro erzielt. Das in dem Heft repräsentierte Beitragsvolumen von Policen mit Überschussbeteiligung beträgt annähernd 50,6 Milliarden Euro. Von den erfassten Unternehmen haben 73 derartige Produkte im Bestand.
Die Beitragseinnahmen sind allerdings sehr ungleich verteilt. Mit über 17,4 Milliarden Euro entfiel über ein Drittel allein auf die Allianz Lebensversicherungs-AG. Dahinter folgen die R+V Lebensversicherung AG mit über 4,8 Milliarden Euro und der Debeka Lebensversicherungsverein a.G. mit knapp 3,2 Milliarden Euro.
Weitere große Bestände in diesem Segment
Zu den Marktgrößen in diesem Segment gehören ferner die Alte Leipziger Lebensversicherung a.G., die im Run-off befindliche Ergo Lebensversicherung AG, die Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG und die Generali Deutschland Lebensversicherung AG.
Ebenfalls auf mindestens eine Milliarde Euro verdiente Bruttobeiträge in diesem Segment kommen zudem die Run-off-Gesellschaft Proxalto Lebensversicherung AG sowie die Württembergische Lebensversicherung AG, die Cosmos Lebensversicherungs-AG und die SV Sparkassenversicherung Lebensversicherung AG.
Auf die zehn größten Akteure entfallen mit gut 34,9 Milliarden Euro mehr als zwei Drittel der gesamten Branche in dieser Produktgattung. Insgesamt kamen nur 22 Unternehmen auf mehr als ein Prozent Marktanteil.
Spezialisten am Werk
Wie bedeutsam die Policen mit Überschussbeteiligung für die einzelnen Versicherer sind, geht weit auseinander. Zwei Anbieter sind ausschließlich in diesem Segment unterwegs. Dies sind die Delta Direkt Lebensversicherung AG und die WGV-Lebensversicherung AG.
Erstere rangiert mit gut 35 Millionen Euro an 66. Stelle, Letztere mit 40,4 Millionen Euro an Position 64. Sechs weitere Marktteilnehmer kommen auf Anteile von über 90 Prozent, vier weitere liegen knapp unter dieser Marke.
Bei den Platzhirschen betrugen die Anteile mindestens 16,7 Prozent (Generali) und höchstens 82,2 Prozent (Debeka). Etwas über beziehungsweise unter 80 Prozent sind es auch bei der Ergo und der Cosmos, immerhin noch fast zwei Drittel bei Marktführer Allianz. Vergleichsweise niedrige Anteile von je knapp über 50 Prozent werden für die Alte Leipziger und die Bayern-Versicherung ausgewiesen.
Weitere Studiendetails und Bezugshinweis
Der 122-seitige Map-Report Nummer 944 – „Solvabilität im Vergleich 2016 bis 2025“ ist bei der Franke und Bornberg GmbH erschienen. Er enthält Übersichten zu den Bedeckungsquoten von 74 Lebens- und 36 privaten Krankenversicherern.
Erstmals aufgelistet werden auch Daten von Schaden-/Unfallversicherern – und zwar der 50 nach verdienten Bruttobeiträgen größten Marktakteure. Das Heft kann als E-Paper ab brutto 589,05 Euro über die Bestellseite von Franke und Bornberg erworben werden.






