28.1.2026 (€) – 48 der 50 größten Akteure bauten im vergangenen Jahr ihren Umsatz aus. Am stärksten legten neben der Rhion und der Rheinland, die durch Sonderfaktoren um knapp 280 beziehungsweise etwa 250 Prozent wuchsen, auch die Alte Leipziger und die Hamburger Feuerkasse zu. Dies zeigt der „Branchenmonitor 2025: Wohngebäudeversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig.
Im Geschäftsjahr 2024 verzeichneten zwei der 50 umsatzstärksten Wohngebäudeversicherer sinkende Umsätze. Die größten Einbußen hatte mit fast einem Neuntel die HDI Versicherung AG hinzunehmen. Einige weitere blieben deutlich hinter dem Marktwachstum von einem Achtel zurück (VersicherungsJournal 28.1.2026).
Dies ist dem „Branchenmonitor 2025: Wohngebäudeversicherung“ zu entnehmen. Die Studie wird jährlich von der V.E.R.S. Leipzig GmbH durchgeführt. Sie enthält Übersichten zu zahlreichen Kennzahlen der 50 größten Marktakteure in der verbundenen Wohngebäudeversicherung (VGV), die auf rund 95 Prozent Marktanteil kommen.
Rhion mit dem stärksten Umsatzwachstum
48 der aufgeführten Gesellschaften legten zu. Am stärksten gelang dies der Rhion Versicherung AG. Sie konnte ihren Umsatz fast vervierfachen auf knapp 83 Millionen Euro. Sie kletterte dadurch von Platz 49 auf Position 31 in der Rangliste nach oben. Hintergrund war laut Geschäftsbericht 2024 (PDF, 1 MB) die Erhöhung des Eigenanteils in der Sparte von 25 auf 75 Prozent.
Auch die Rheinland Versicherungs AG erhöhte laut Geschäftsbericht 2024 (PDF, 1 MB) den Eigenbehalt im Mitversicherungsgeschäft von 25 auf 75 Prozent. Bei ihr verdreieinhalbfachte sich der Umsatz auf fast 42 Millionen Euro.
Weitere Akteure mit sehr hohen Zuwachsraten
Steigerungsraten von jeweils um die 30 Prozent gelangen der Alten Leipziger Versicherung AG (auf fast 151 Millionen Euro) und der Hamburger Feuerkasse Versicherungs-AG (auf 156 Millionen Euro).
Um ein gutes Viertel bis ein knappes Fünftel legten die Gothaer Allgemeine Versicherung AG (auf fast 381 Millionen Euro), die Baloise Sachversicherung AG Deutschland (auf 183 Millionen Euro), die Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG (auf knapp 57 Millionen Euro) und die R+V Allgemeine Versicherung AG (auf 895 Millionen Euro) zu. Die Wiesbadener waren damit Wachstumssieger unter den Platzhirschen der Sparte (13.11.2025).
In der Folge gab es, wie bei Rhion und Rheinland, zahlreiche weitere Rangveränderungen. Die Alte Leipziger verbesserte sich von 25 auf 24, die Hamburger Feuerkasse von 24 auf 22 und die Gothaer von zwölf auf zehn. Gleich vier Positionen nach oben ging es für die Baloise (von 21 auf 17).
Hintergründe zu den hohen Wachstumsraten bei DEVK und Baloise
Die DEVK war damit der Wachstumsgewinner unter den neun Platzhirschen (24.11.2025). Im Geschäftsbericht 2024 (PDF, 497 KB) wird als einer der Hintergründe „der gestiegene Bestand in der Kraftfahrtversicherung“ genannt.
Die Baloise stellt im Geschäftsbericht 2024 (PDF, 734 KB) heraus, der Anstieg resultiere im Wesentlichen aus Beitragsanpassungen. Hinzu kam der branchenweit stärkste Ausbau des Versicherungsbestands (18.12.2025).
Hintergründe zu den hohen Wachstumsraten
Bei der Alten Leipziger „wurde die Beitragsentwicklung in der Wohngebäudeversicherung durch Anpassungsfaktoren positiv beeinflusst. Darüber hinaus wirkte sich weiterhin die gestiegene Nachfrage nach Deckungserweiterungen für Elementarversicherungen positiv aus“, heißt es im Geschäftsbericht 2024 (PDF, 1,0 MB).
Bei der Hamburger Feuerkasse stieg das Bruttobeitragsaufkommen laut Geschäftsbericht 2024 (PDF, 1,9 MB) „beeinflusst durch einen Sondereffekt des Vorjahrs in der Beitragsfälligkeit“ deutlich stärker als „die periodengerecht auf das Geschäftsjahr abgegrenzten verdienten Bruttoprämien“.
Allerdings nahmen auch diese „signifikant“ zu (plus 18 Prozent). Als Gründe werden „das gute Neugeschäft, Sanierungen von Großkundenverbindungen und inflationsbedingt Indexanpassungen“ genannt.
Der „Branchenmonitor 2025: Wohngebäudeversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die Daten werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2019 bis 2024). Die rund 80-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 892,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.





