28.3.2024 (€) – Die Rangliste der Bundesländer mit den meisten Versicherungsmitarbeitern wird auch zum Stichtag 30. Juni 2023 von Nordrhein-Westfalen angeführt. Dahinter folgen unverändert Bayern und Baden-Württemberg. Nur in vier Ländern gab es Personalanbau. Die größten Steigerungen standen für Nordrhein-Westfalen (in absoluten Zahlen) beziehungsweise Rheinland-Pfalz (prozentual) zu Buche. Die stärksten Verminderungen waren in Bayern (nach Personen) beziehungsweise Sachsen (relativ betrachtet) zu beobachten.
Im vergangenen Jahr ist die Gesamtzahl der Mitarbeiter in den Versicherungsunternehmen nach der aktuellen Erhebung des Arbeitgeberverbands der Versicherungsunternehmen in Deutschland e.V. (AGV) zum fünften Mal in Folge gestiegen. Mit 206.800 wurden 2.600 Personen mehr gezählt (plus 1,3 Prozent) als vor Jahresfrist (VersicherungsJournal 14.3.2024).
Die Zahlen beziehen sich laut Arbeitgeberverband auf die Angestellten des Innen- und Außendienstes in den Unternehmen der Individualversicherung. Nicht mitgezählt wurden den Angaben zufolge Personen in passiver Altersteilzeit und freigestellte Mitarbeiter mit Bezügen.
Versicherungsgewerbe: erneuter Beschäftigungsrückgang
Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse bei Erst- und Rückversicherern sowie im Versicherungsvermittlergewerbe zusammengerechnet ging hingegen erneut zurück. Dies zeigen weitere vom Arbeitgeberverband veröffentlichte Daten, die auf einer Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit für den AGV basieren.
Demzufolge hatte die Branche zum Stichtag 30. Juni 2023 bundesweit nur noch 290.080 angestellte Mitarbeiter. Das sind fast 700 Personen beziehungsweise rund ein Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Gewinner und Verlierer nach Bundesländern
Von dem Rückgang waren allerdings nicht alle Regionen betroffen. So wurden in vier Ländern (Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Schleswig-Holstein) Stellen angebaut.
Die Rangliste der „Gewinner“ führt nach absoluten Zahlen Nordrhein-Westfalen an mit einem Plus von 1.210 Versicherungsmitarbeitern (plus 1,6 Prozent). Prozentual gerechnet legte Rheinland-Pfalz mit 2,2 Prozent am stärksten zu.
Größter „Verlierer“ ist nach absoluten Zahlen Bayern mit einem Rückgang von 1.230 Personen. Vergleichsweise hohe Verminderungen im niedrigen dreistelligen Bereich waren ansonsten nur noch in Berlin, Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg zu beobachten. Prozentual belegt Sachsen die unrühmliche Spitzenposition – mit einem Minus von etwa sieben Prozent.
Konkrete Hintergründe zu den vergleichsweise deutlichen Veränderungen nannte der AGV nicht. In der Vergangenheit hatte der Verband größere Verschiebungen auf Standortwechsel von größeren Mitgliedsunternehmen (17.3.2021) oder auch Umschlüsselungen bei der Meldung an die Sozialversicherung (19.3.2018) zurückgeführt.
Die meisten Versicherungsmitarbeiter in Nordrhein-Westfalen
Den AGV-Daten zufolge entfielen zum Stichtag 30. Juni 2023 auf Nordrhein-Westfalen mit 75.000 die meisten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Dies ist wenig verwunderlich, da vier der zwölf größten Standorte (15.3.2024) in diesem Bundesland beheimatet sind.
Dahinter folgt mit knapp 59.000 Assekuranzbeschäftigten Bayern, in dessen Einzugsbereich sowohl die „Versicherungshauptstadt“ München (inklusive Unterföhring) als auch Nürnberg (zehntgrößter Standort) und Coburg (Position 13) gehören.
Auf den Plätzen drei bis fünf liegen Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachen. Für diese werden in der Statistik zwischen etwa 35.000 und 26.000 Angestellte im Versicherungsgewerbe ausgewiesen. Dahinter folgen Hamburg mit annähernd 18.000 Versicherungsmitarbeitern und Berlin (10.250).
In der Rangliste gab es im Vergleich zum Jahr zuvor nur wenige Veränderungen. So musste lediglich Thüringen (jetzt an 16. Stelle) wegen einer klar negativeren Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern auf Rang 15 an sich vorbeiziehen lassen.






