An diese Unfallversicherer liefern Makler das meiste Geschäft

26.8.2026 – Die VHV kommt in der Unfallversicherung weiterhin auf den größten Geschäftsanteil im unabhängigen Vermittlermarkt. Hauchdünn dahinter folgt die Haftpflichtkasse. Deutlich nach oben zeigt die Kurve bei der Interrisk (von vier auf drei) und der Dema (von fünf auf vier). Hingegen verlor die Rhion zwei Plätze. Dies belegt die Asscompact-„Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2025“.

Auch in diesem Jahr hat die BBG Betriebsberatungs GmbH wieder die Bedeutung der Produktgeber in der privaten Kompositversicherung im Versicherungsmaklermarkt untersucht. Zu den abgefragten Zweigen gehört neben der Wohngebäude- (VersicherungsJournal 11.8.2026), der Privathaftpflicht- (13.8.2026) und der Hausrat- (19.8.2026) unter anderem auch die Unfallversicherung.

Grundlage der Asscompact-„Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ ist eine im Juni unter Versicherungsmaklern durchgeführte Onlineumfrage. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 254 Personen angegeben.

Rund 87 Prozent der Befragten sind männlich, etwa 13 Prozent weiblich. Sie haben 31,0 Jahre Berufserfahrung bei einem Durchschnittsalter von 58,5 Jahren und wollen im Schnitt mit 67,8 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden.

Methodik der Asscompact-Studie

Im Rahmen der Befragung wurden die Vermittler unter anderem „gebeten, zu ihren präferierten Anbietern jeweils ihre Geschäftsanteile (nach Stück) in Prozent anzugeben. Die Prozentwerte werden als Punktwerte interpretiert, so dass jeder Vermittler maximal 100 Punkte auf alle Anbieter verteilen kann“, wird zur Methodik erläutert.

Abschließend wurde den Angaben zufolge ein Index gebildet, bei dem der Anbieter mit dem höchsten Wert 100 Punkte erhielt und die weiteren Anbieter anhand ihrer Abstände prozentual abgestuft wurden. Dieses Verfahren wurde für alle untersuchten privaten Kompositsparten angewandt.

VHV verteidigt Führungsposition

In der privaten Unfallversicherung behauptete die VHV Allgemeine Versicherung AG die Führungsposition (1.8.2025), die sie vor zwei Jahren erklommen hatte (15.7.2024). Der eh schon hauchdünne Vorsprung ging von knapp zwei auf unter einen Punkt zurück.

Ärgste Verfolgerin bleibt die Haftpflichtkasse VVaG, die zuvor viermal in Front gelegen hatte (2.8.2023, 8.7.2020). Vom vierten auf den Bronzerang nach oben schob sich nach Zugewinnen von fast einem Fünftel die Interrisk Versicherungs-AG Vienna Insurance Group.

Die Unfallversicherer auf den weiteren Plätzen

An vierter (Vorjahr: fünfter) Stelle findet sich die Dema Deutsche Versicherungsmakler AG wieder. Sie steigerte ihren relativen Anteil um über ein Drittel und kommt nun auf 73 Zähler. Die fünfte Position belegen die Helvetia Versicherungen mit rund 53 Punkten. Im Vorjahr war die Helvetia in der Rangliste nicht aufgeführt, dafür hatte die Baloise Sachversicherung AG Deutschland an dritter Stelle rangiert.

Im Zuge der Fusion der beiden aus der Schweiz stammenden Unternehmen zur Helvetia Baloise Holding AG (2.12.2025) hatte die Versicherungsgruppe ihren Markenauftritt erneuert und angekündigt, noch im laufenden Jahr die Marke „Baloise“ nicht mehr als eigenständige Wortmarke zu nutzen und nur noch unter dem Markennamen „Helvetia“ am Markt aufzutreten (6.2.2026).

Unverändert auf den Plätzen sechs und sieben liegen die Stuttgarter Versicherung AG beziehungsweise die Volkswohl Bund Sachversicherung AG (inklusive Prokundo GmbH).

Rangfolge (Bild: Wichert)

Weitere Studiendetails und Bezugshinweis

Konkrete Gründe für die zum Teil deutlichen Veränderungen sind dem Berichtsband der Studie nicht zu entnehmen.

Die 274-seitige „Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ enthält neben detaillierten Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und zur Vermittlerzufriedenheit auch eine Analyse der Top-Anbieter. Der Berichtsband kann für 2.950 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sebastian Sommerer per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575834 bestellt werden.

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