15.7.2024 (€) – Die VHV erzielt im unabhängigen Vermittlermarkt den größten Geschäftsanteil in der privaten Unfallversicherung. Sie zog an der Haftpflichtkasse vorbei. Dahinter folgen in unveränderter Reihenfolge Interrisk und Baloise. Dies zeigt die Asscompact-„Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2024“.
Die BBG Betriebsberatungs GmbH hat auch in diesem Jahr wieder eine Untersuchung zur Bedeutung der Produktgeber in der Kompositversicherung für Privatkunden im unabhängigen Vermittlermarkt durchgeführt. Zu den abgefragten Zweigen gehört neben der Wohngebäude- (VersicherungsJournal 2.7.2024) und der Privathaftpflicht- (5.7.2024) auch die private Unfallversicherung.
Grundlagen und Methodik der Asscompact-Studie
Grundlage der Asscompact-„Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2024“ ist eine im Mai unter Versicherungsmaklern und Mehrfachvertretern durchgeführte Onlineumfrage. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 308 unabhängigen Vermittlern angegeben.
Knapp 90 Prozent der Befragten waren männlich, gut zehn Prozent weiblich. Sie haben 28,2 Jahre Berufserfahrungen bei einem Durchschnittsalter von 55,7 Jahren und wollen im Schnitt mit 67,5 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden.
Im Rahmen der Befragung wurden die Vermittler unter anderem „gebeten, zu ihren präferierten Anbietern jeweils ihre Geschäftsanteile (nach Stück) in Prozent anzugeben. Die Prozentwerte werden als Punktwerte interpretiert, so dass jeder Vermittler maximal 100 Punkte auf alle Anbieter verteilen kann“, wird zur Methodik erläutert.
Abschließend wird den Angaben zufolge ein Index gebildet, bei dem der Anbieter mit dem höchsten Wert 100 Punkte erhält und die weiteren Anbieter anhand ihrer Abstände prozentual abgestuft werden. Dieses Verfahren wurde für alle untersuchten privaten Kompositsparten angewandt.
VHV erklimmt Führungsposition
In der privaten Unfallversicherung kam es zu einem Führungswechsel. Neuer Spitzenreiter ist die zuvor dreimal zweitplatzierte VHV Allgemeine Versicherung AG. Sie münzte einen Rückstand von fast 23 Punkten in einen Vorsprung von 2,5 Punkten um.
Dadurch rutschte die Haftpflichtkasse VVaG, die zuletzt viermal in Front gelegen hatte (2.8.2023, 26.7.2022, 28.7.2021, 8.7.2020), auf den Silberrang ab.
Interrisk erneut auf dem Bronzerang
Dahinter folgt – trotz leichter Zugewinne auf 78 Zähler – zum vierten Mal in Folge an dritter Stelle die Interrisk Versicherungs-AG Vienna Insurance Group. Vor vier Jahren hatte das Unternehmen noch die Spitzenposition eingenommen (8.7.2020). Den Rang vier belegt mit exakt der selben Punktzahl (64) wie vor Jahresfrist erneut die Baloise Sachversicherung AG Deutschland.
Dahinter folgen die Stuttgarter Versicherung AG und die Rhion Versicherung AG (unverändert an fünfter beziehungsweise sechster Stelle), die beide leicht zulegen konnten. Von neun auf sieben nach oben ging es für die Volkswohl Bund Sachversicherung AG (inklusive Prokundo GmbH). Der Akteur konnte seinen relativen Anteil auf knapp 36 Zähler fast verdreifachen.
Weitere Studiendetails und Bezugshinweis
Konkrete Gründe für die zum Teil deutlichen Veränderungen sind dem Berichtsband der Studie nicht zu entnehmen. Die 543-seitige „Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2024“ enthält neben detaillierten Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und zur Vermittlerzufriedenheit auch eine Analyse der Top-Anbieter.
Der Berichtsband kann für 2.950 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Dr. Mario Kaiser per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575833 bestellt werden.





