7.9.2023 (€) – Die Hypoport-Tochter Corify baut derzeit an einem gleichnamigen digitalen Marktplatz für Akteure rund um Industrieversicherungen. Die Plattform lasse eine standardisierte Darstellung von Risiken zu und biete zugleich die Flexibilität, sich rasch an dynamische Risikolagen anzupassen, heißt es.
Nach der Hanseatischen Versicherungsbörse (VersicherungsJournal 23.8.2023) entwickelt nun auch die Corify GmbH, Tochter der Hypoport Holding GmbH, einen digitalen Marktplatz für Industrieversicherungen.
„Die Infrastruktur stellt sicher, dass Versicherer, Makler und Unternehmen zu jeder Zeit über das spezifische Risiko und Pricing entlang der kompletten Wertschöpfungskette informiert sind“, heißt es in einer Pressemitteilung.
So entstehe mehr Transparenz für Industriekunden, eine höhere Beratungsqualität für Vermittler und mehr Kontrolle für Versicherer. Letztlich möchte man die Digitalisierung des Geschäftsfeldes vorantreiben und sowohl Risikoprävention als auch Risikomanagement für alle Akteure verbessern.
Dies ermöglicht unseren Kunden, Risiken präziser zu evaluieren und miteinander zu vergleichen.
Artur Reimer, CEO von Corify
Schnelle Reaktion

- Artur Reimer (Bild: Corify)
„Wir schaffen eine neutrale und umfassende digitale Infrastruktur, die die gesamte Wertschöpfungskette der Risikofinanzierung nahtlos integriert. Angefangen bei der Risikobeschreibung über die Ausschreibung bis zur Verwaltung findet alles in einem System statt“, erläutert Artur Reimer, Geschäftsführer von Corify, auf Nachfrage.
Das Besondere sei das zugrundeliegende Risikoobjektmodell. Dieses lasse eine standardisierte Darstellung von Risiken zu und biete zugleich die Flexibilität, sich rasch an dynamische Risikolagen anzupassen. „Dies ermöglicht unseren Kunden, Risiken präziser zu evaluieren und miteinander zu vergleichen“, so der Manager.
„Industrieunternehmen haben die Möglichkeit, durch den Einsatz des Vermittlers ihre Risikosituation systematisch und digital zu erfassen. Anschließend können sie fundiert entscheiden, welche Risiken sie selbst übernehmen möchten und welche an einen Versicherer weitergegeben werden sollen“, erklärt er die Abläufe.
Über den Marktplatz würden die Risikoinformationen an Versicherer übertragen, die daraufhin ihre Kapazitäten in einem digitalen Ausschreibungsverfahren anbieten könnten.
Verbindungen zu anderen Systemen
Das zentrale Cloud-Ökosystem sei so aufgebaut, dass Änderungen von jeder Seite aus transparent und kollaborativ eingepflegt werden könnten. „Wir gestalten eigens entwickelte Technologien mit dem Fokus auf eine zentrale Infrastruktur, die es sämtlichen Akteuren erlaubt, innerhalb eines einheitlichen Systems zu agieren“, berichtet Reimer.
Corify positioniere sich als integrative Plattform, die durch Schnittstellen eine Verbindung zu anderen Systemen, wie beispielsweise Makler-Verwaltungsprogrammen, ermögliche. Zudem integriere man derzeit künstliche Intelligenz, um Daten intelligent und automatisiert zuzuordnen.
„Unser Ziel besteht darin, dass unsere Partner Risikosituationen datenbasiert und präziser bewerten und proaktiv minimieren können“, betont er.
Mit Corify hat Hypoport einen hochinnovativen Ansatz entwickelt, der die Branche verändern kann.
Christopher Lohmann, Senior Advisor
Start zum Jahresende

- Christopher Lohmann (Bild: HDI)
„Für die Versicherungswirtschaft ist es die zentrale Herausforderung, Daten besser zu nutzen und die Digitalisierung ihrer Wertschöpfung konsequent voranzutreiben. Das gilt auch für die anspruchsvolle Absicherung komplexer Industrierisiken“, sagt Senior Advisor Christopher Lohmann.
„Mit Corify hat Hypoport […] einen hochinnovativen Ansatz entwickelt, der die Branche verändern kann. Die Zeit ist reif dafür“, so der ehemalige Geschäftsführer der Allianz Global Corporate & Specialty SE in Zentral- und Osteuropa, Vorstandschef der Gothaer Allgemeine Versicherung AG, Vorstandsmitglied der Talanx AG und Vorstandsvorsitzender der HDI Deutschland AG (26.42023). Lohmann unterstützt beim Aufbau der Plattform.
Für die Entwicklung des Marktplatzes liefern derzeit 17 Partner aus der Industrie Input. Die finale Version soll Ende des Jahres an den Start gehen.
Wer die Partnerunternehmen sind, wird aktuell nicht verraten. „Zu Beginn des vierten Quartals werden wir mehr zu Produkt und Partnern veröffentlichen“, verspricht Reimer.




