14.2.2025 (€) – Die Hallesche erzielt im unabhängigen Vermittlermarkt den größten Geschäftsanteil im Sektor betriebliche Krankenversicherung (bKV). Platz zwei sicherte sich hauchdünn dahinter die Allianz. Dies zeigt die Asscompact-„Marktstudie Kranken- und Pflegeversicherung 2025“. Weitere Ergebnisse: Ein Großteil der Befragten erwartet einen kräftigen Bedeutungszuwachs und damit auch mehr Einnahmen in diesem Geschäftsfeld.
Auch in diesem Jahr hat die BBG Betriebsberatungs GmbH wieder eine Untersuchung zur Bedeutung der Produktgeber in der Krankenversicherung im unabhängigen Vermittlermarkt durchgeführt. Neben der privaten Krankenvoll- (VersicherungsJournal 4.2.2025) und der privaten Krankenzusatzversicherung (7.2.2025) stand erstmals auch die betriebliche Krankenversicherung (bKV) auf dem Prüfstand.
Knapp 250 Versicherungsvermittler gaben Antwort
Grundlage der Asscompact-„Marktstudie Kranken- und Pflegeversicherung 2025“ ist eine im November und Dezember 2024 unter Versicherungsmaklern und Mehrfachvertretern durchgeführte Onlineumfrage. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 246 Personen angegeben.
Rund 91 Prozent der Befragten waren männlich, knapp neun Prozent weiblich. Sie haben 28,5 Jahre Berufserfahrung bei einem Durchschnittsalter von 56,3 Jahren und wollen im Schnitt mit 68,2 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden.
bKV erfährt kräftigen Bedeutungszuwachs
Im Rahmen der Studie wurde unter anderem nach der Relevanz des Krankenversicherungsgeschäfts gefragt. Während die Krankenzusatzversicherung aus Sicht der befragten Vermittler an Relevanz eingebüßt hat, ist in der Krankenvollversicherung ein deutlicher Bedeutungszuwachs zu beobachten (4.2.2025).
Letzteres trifft auch auf die Krankenversicherung über den Arbeitgeber zu. So schreiben aktuell 42,2 Prozent der Befragten der bKV eine „(sehr) große“ Relevanz für das eigene Vermittlerunternehmen zu. In fünf Jahren wird das nach jetziger Einschätzung gar für 70,5 Prozent der Fall sein. Fünf Jahre von heute aus in die Vergangenheit geblickt war der Anteil mit 6,7 um ein Vielfaches niedriger.
Erwartungen hinsichtlich der Courtage
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei der Courtagesituation. So gaben 46,4 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass sich die Courtagesituation im bKV-Segment 2024 im Vergleich zum Vorjahr verbessert habe. Bei keinem einzigen lief es nach eigenem Bekunden schlechter.
Von heute aus fünf Jahre in die Zukunft geblickt erwarten sogar mehr als vier Fünftel, dass das Geschäft mit der Krankenversicherung über den Arbeitgeber „viel besser“ oder zumindest „eher besser“ laufen wird. Nicht einmal jeder 25. Interviewte entschied sich für die Antwortoption „eher schlechter“.
Wie die Geschäftsanteile ermittelt wurden
Im Rahmen der Befragung wurden die Vermittler zudem „gebeten, zu ihren präferierten Anbietern jeweils ihre Geschäftsanteile (nach Stück) in Prozent anzugeben. Die Prozentwerte werden als Punktwerte interpretiert, so dass jeder Vermittler maximal 100 Punkte auf alle Anbieter verteilen kann“, wird zur Methodik erläutert.
Abschließend wird den Angaben zufolge ein Index gebildet, bei dem der Anbieter mit dem höchsten Wert 100 Punkte erhält und die weiteren Anbieter anhand ihrer Abstände prozentual abgestuft werden.
Enges Rennen zwischen Hallescher und Allianz
Im Geschäftsfeld bKV konnte sich in einem Kopf-an-Kopf-Rennen die Hallesche Krankenversicherung a.G. (100 Zähler) gegen die Allianz Private Krankenversicherungs-AG (98 Punkte) durchsetzen.
Den Bronzerang sicherte sich die Barmenia Krankenversicherung AG mit fast 72 Zählern. Dahinter folgen die Nürnberger Krankenversicherung AG und die Gothaer Krankenversicherung AG. Die beiden letztgenannten Akteure kommen jeweils auf einen in etwa ein Drittel so großen Geschäftsanteil wie die führende Gesellschaft.
Weitere Studiendetails
Die 413-seitige „Marktstudie Kranken- und Pflegeversicherung 2025“ enthält neben detaillierten Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und der Vermittlerzufriedenheit in der Vollversicherung auch eine Analyse der Top-Anbieter.
Der Berichtsband kann ab 2.975 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Dr. Mario Kaiser per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575833 bestellt werden.
| Keiner Sparte wird derzeit eine solche Erfolgsstory nachgesagt wie der bKV. Mehr Anbieter und mehr Tarife lassen erkennen, dass die Versicherungsbranche sehr viel Hoffnung auf diese Produktgruppe setzt. Wie der Markt derzeit aussieht, belegt eine Umfrage des VersicherungsJournals unter 22 PKV-Anbietern. Sie schafft erstmals mit zwei Musterrechnungen für stationäre und Budget-Tarife eine hohe Vergleichbarkeit. Der Marktüberblick findet sich im neuen Dossier. Die Umfrageergebnisse zeigen, welche Besonderheiten und Bedingungen mit den stationären Angeboten sowie den Budget-Tarifen der jeweiligen Versicherer verbunden sind. Berichtet wird ebenfalls über den Stellenwert des Geschäfts im Vertrieb sowie die favorisierten Anbieter der unabhängigen Vermittler. Des Weiteren wird über steuerliche und arbeitsrechtliche Fragen informiert. Nähere Informationen und Bestellmöglichkeit finden sich unter diesem Link. Die Publikation steht Premium-Abonnenten des VersicherungsJournals zur persönlichen Nutzung kostenlos zur Verfügung. |







