6.7.2026 – Unter den Marktgrößen (mehr als 400 Millionen Euro gebuchte Bruttobeiträge) baute die Provinzial (plus 239 Prozent) das Prämienvolumen zwischen 2019 und 2024 am stärksten aus. Schwächer als der Markt agierte neben Axa, Generali und Allianz vor allem die SV. Dies zeigt der „Branchenmonitor 2025: Wohngebäudeversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig.
Die Branche hat das Prämienvolumen in der Wohngebäudeversicherung von 2019 auf 2024 um 61 Prozent ausgebaut. Ein Akteur schrumpfte, einige weitere blieben vergleichsweise deutlich hinter dem Branchenschnitt zurück (VersicherungsJournal 29.6.2026). Für die übrigen Anbieter standen teils kräftige Umsatzsteigerungen zu Buche (29.6.2026).
Dies zeigt der „Branchenmonitor 2025: Wohngebäudeversicherung“. Die Untersuchung der V.E.R.S. Leipzig GmbH erfasst zahlreiche Kennzahlen der 50 größten Marktteilnehmer mit einer Marktabdeckung von rund 95 Prozent.
SV wuchs nur halb so stark wie der Markt
Bei den Branchengrößen mit mehr als 400 Millionen Euro gebuchten Bruttoprämien stiegen die Ergebnisse ohne Ausnahme. Schwächer als der Markt agierten dabei vier der neun Platzhirsche. Nur in etwa halb so stark wie die Branche wuchs mit einem Drittel die SV Sparkassenversicherung Gebäudeversicherung AG (auf 798 Millionen Euro).
Fast auf Marktniveau bauten die Allianz Versicherungs-AG (auf 1.781 Millionen Euro), die Generali Deutschland Versicherung AG (auf fast 381 Millionen Euro) und die Axa Versicherung AG (auf über 768 Millionen Euro) ihre Umsätze aus. Etwas besser als für den Markt lief es für die Bayerischer Versicherungsverband Versicherungs-AG, die auf knapp 536 Millionen Euro zulegte.
Provinzial legte am stärksten zu
Steigerungsraten zwischen 71 und 84 Prozent schafften die R+V Allgemeine Versicherung AG (auf 895,5 Millionen Euro), der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G. (auf über 537 Millionen Euro) und die Ergo Versicherung AG (auf fast 425 Millionen Euro).
Wachstumssieger unter den Branchenschwergewichten war die Provinzial Versicherung AG, die ihre Einnahmen auf 1.132,5 Millionen Euro fast verdreieinhalbfachte.
Zahlreiche Positionsveränderungen
Dadurch kletterte die Provinzial in der Rangliste von Platz fünf (2019) auf zuletzt Rang zwei nach oben. Während die Ergo genauso eine Position gut machte (von neun auf acht) wie der LVM (von sieben auf sechs), verteidigte die R+V ihren dritten und die Allianz ihren Spitzenplatz.
Nach unten zeigte die Kurve bei der SV (von zwei auf vier), der Axa (von vier auf fünf), beim Bayerischen Versicherungsverband (von sechs auf sieben) und bei der Generali (von acht auf neun).
Details zu den unterschiedlich starken Steigerungen
Bei der Provinzial ging der Großteil des Zuwachses auf die Verschmelzung der Westfälischen Provinzial auf die Provinzial Rheinland und anschließende Umfirmierung in Provinzial Versicherung AG zurück (13.12.2021). Auch vor und nach der Fusion legte das Unternehmen zu, und zwar um bis zu 16,5 Prozent (2023).
Nach zwei vergleichsweise moderaten Zuwächsen zwischen sieben und sechs Prozent nahm die Wachstumsdynamik bei der R+V an Fahrt auf. Im letzten Jahr des Betrachtungszeitraums wuchs sie um annähernd ein Fünftel. Der LVM legte zunächst zweimal im hohen einstelligen Prozentbereich zu, danach dreimal im zweistelligen Bereich.
Die Ergo schaffte sogar viermal Steigerungen um mehr als zehn Prozent. Die einzige Ausnahme war das Jahr 2021. Bei der Allianz stachen zwei Jahre besonders hervor: 2021 wuchs der Marktführer mit nicht einmal drei Prozent am schwächsten. Dafür zeigte 2023 die Kurve um ein sattes Sechstel aufwärts. In diesem Jahr legten auch Ergo und LVM am stärksten auf Sechsjahressicht zu.
Der „Branchenmonitor 2025: Wohngebäudeversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die Daten werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2019 bis 2024). Die rund 80-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 892,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.






