13.11.2023 (€) – Im vergangenen Jahr verursachten Marderbisse der Versicherungswirtschaft laut GDV erstmals Kosten in Höhe von 104 Millionen Euro, zwölf Millionen mehr als 2021. Die Anzahl der Beißattacken stieg nur leicht um drei Prozent, aber die durchschnittlichen Kosten pro Schadenfall erhöhten sich um rund zehn Prozent auf fast 500 Euro. Besonders betroffen sind Elektroautos, bei denen Marderschäden oft teure Hochvoltkabel-Reparaturen erfordern.
Süß sind sie ja. Dennoch kosteten Marder die Versicherungswirtschaft im vergangenen Jahr erstmals 104 Millionen Euro. Das geht aus Daten des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hervor.
Es waren somit sogar zwölf Millionen Euro mehr als noch im Vorvorjahr – 2021 belief sich die Schadensumme auf 92 Millionen Euro (VersicherungsJournal 3.11.2022).
Beißattacken: nicht wesentlich mehr, aber wesentlich teurer
An der Anzahl der Beißattacken liegt der höhere Schadenaufwand nicht, wie die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach weiß. Denn im Jahresvergleich stiegen diese nur um drei Prozent auf 214.000 Schadenfälle an.
„Die Zahl der Marderbisse ist nur leicht gestiegen, aber der einzelne Schadenfall wird immer teurer: 2022 zahlten die Versicherer für jeden Marderbiss durchschnittlich fast 500 Euro, das waren rund zehn Prozent mehr als 2021.“

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Besonders gravierend seien Marderbisse bei Elektroautos, da bei defekten Hochvoltkabeln oft der gesamte Kabelsatz ausgetauscht werden muss. Allerdings rangieren Marderschäden damit noch immer am unteren Teil sowohl der häufigsten wie auch der teuersten Teilkasko-Schäden, wie eine GDV-Tabelle zeigt (6.11.2023).
Rekordzahl für den Marderbiss
Insgesamt stieg die Zahl der Ausgaben insgesamt für von Mardern verursachte Schäden damit im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent, wie der GDV mitteilt.
Damit brechen die flauschigen Schadenverursacher ihren selbst aufgestellten Rekord erneut. Seit 2018 ist ein steter Anstieg beim Schadenaufwand zu verzeichnen. Allerdings meist moderat. Der neue Anstieg ist verhältnismäßig stark.

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Besonders gefährdet seien Autos, die häufig an wechselnden Orten beziehungsweise in Revieren unterschiedlicher Marder parken. Denn die Marder, die diesen Wagen als „Wohnraum“ nutzen, markieren ihn mit ihrem Duft. Fährt das Auto in den Lebensraum eines anderen Marders, bewertet dieser den Wagen als feindlichen Eindringling – und beißt zu.




