25.1.2024 (€) – Die private Altersvorsorge schwächelt weiter. Der Abrieb soll aber 2024 beendet werden. Die private Krankenversicherung hat sich bereits stabilisiert.
In der Lebensversicherung gingen 2023 die Einnahmen um 5,2 Prozent auf 92,0 Milliarden Euro zurück. Grund war weiterhin ein Einbruch bei Einmalbeiträgen. Hier sanken die gebuchten Bruttobeiträge im Vergleich zum Vorjahr um 13,1 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) heute auf seiner Jahresmedienkonferenz mitteilte (VersicherungsJournal 25.1.2024).
Die laufenden Beiträge dagegen kommen unverändert gegenüber dem Vorjahr (27.1.2023) auf einen Betrag von 64,3 Milliarden Euro. Für 2024 stellt der GDV eine Stabilisierung der Einmalbeiträge in Aussicht, obwohl kurzfristige Anlagen weiterhin gegenüber langfristigen Anlagen wie Rentenversicherungen attraktiv bleiben.
Zahl der Krankenvollversicherten gestiegen
In der privaten Krankenversicherung (PKV) gab es eine Trendwende. Erstmals konnte die Zahl der Vollversicherten nach Abzug der Sterbefälle und Abgänge wegen gesetzlicher Versicherungspflicht wieder gesteigert werden, wenn auch nur um 0,03 Prozent.
Die Zahl der PKV-Vollversicherten betrug 2023 insgesamt 8,71 Millionen, wie der PKV-Verband mitteilte. Die Beitragseinnahmen in der Kranken- und Pflegeversicherung erhöhten sich 2023 insgesamt um 2,3 Prozent auf 48,2 Milliarden Euro.
42,6 Milliarden Euro (plus 1,3 Prozent) entfallen auf die Krankenversicherung sowie 5,6 Milliarden Euro (plus 10,3 Prozent) auf die private Pflegepflichtversicherung (PPV). Wesentliche Ursache sind die starken Leistungsausweitungen durch die jüngsten gesetzlichen Pflegereformen.




