14.10.2026 – Verbraucher bringen als Privatkunden der Debeka und dem Münchener Verein die höchste Weiterempfehlungsbereitschaft entgegen. Dahinter folgen Huk24, VPV und Allianz. Am schlechtesten schneidet die Alte Leipziger ab, gefolgt von HDI und Verti. Dies geht aus der Disq-Studie „Kundenbefragung Versicherer des Jahres 2026“ hervor.
Wie ausgeprägt ist die Weiterempfehlungsbereitschaft von Privatkunden gegenüber ihrem Hauptversicherer? Unter anderem dieser Frage ist die Disq Deutsches Institut für Service-Qualität GmbH & Co. KG im Auftrag der NTV Nachrichtenfernsehen GmbH im Rahmen der Studie „Kundenbefragung Versicherer des Jahres 2026“ nachgegangen.
Verschiedene Leistungsbereiche auf dem Prüfstand
Grundlage der Untersuchung ist eine zwischen Mitte Mai und Anfang August durchgeführte Onlineumfrage zur Zufriedenheit von Versicherungskunden. An dieser beteiligten sich 4.342 erwachsene Verbraucher. Bewerten konnten sie denjenigen Anbieter, bei dem sie alle oder zumindest die meisten Policen haben.
Unter die Lupe genommen wurde in der Untersuchung die Kundenzufriedenheit anhand der unterschiedlich gewichteten Leistungsbereiche Service, Preis-Leistungs-Verhältnis, Produktqualität und Transparenz/ Verständlichkeit (VersicherungsJournal 22.9.2026).
Eingeflossen ist neben erlebten Ärgernissen mit dem Versicherer (30.9.2026) sowie den hauptsächlich dafür ausschlaggebenden Gründen (30.9.2026) auch die Weiterempfehlungsbereitschaft. Weitere Informationen zur Bewertungsmethodik und zur Gewichtung hat die Redaktion in einem separaten Artikel zusammengestellt (VersicherungsJournal 22.9.2026).
Debeka und Münchener Verein gleichauf an der Spitze
Für die Weiterempfehlungsbereitschaft wurde der in der Marktforschung häufig angewandte Net-Promoter-Score (NPS) herangezogen. Ergebnis: Den Spitzenplatz teilen sich der Gesamtsieger Münchener Verein Versicherungen und die Debeka Versicherungen mit NPS-Werten von jeweils 65,5.
Dabei kamen Letztere auf den höchsten Fürsprecheranteil (über drei Viertel) und Erstere auf den niedrigsten Kritikeranteil (gut ein Zwölftel). Der Münchener Verein war vor Jahresfrist auf den zweiten Platz in Sachen Weiterempfehlungen zurückgefallen (7.10.2025, 16.10.2024). Auch vor vier Jahren und davor (18.10.2022, 22.9.2021, 17.9.2020) hatte sich das Unternehmen ganz oben platziert.
Die Versicherer auf den weiteren Plätzen
Den Bronzerang sicherte sich die Huk24 AG. Aus dem vierthöchsten Anteil an Promotoren (gut zwei Drittel) und dem zweitniedrigsten Anteil an Detraktoren (ein knappes Zehntel) errechnet sich ein NPS-Wert von 57,0.
Die Positionen vier bis sechs belegen mit NPS-Werten zwischen rund 55 und knapp 50 die VPV Versicherungen, die Allianz Versicherungen und die Huk-Coburg Versicherungen. Dahinter folgen mit Werten von jeweils über 40 die Württembergischen Versicherungen, die ADAC Versicherungen, die WGV Versicherungen und die R+V Versicherungen.
Bei den sieben letztgenannten Testkandidaten lagen die Kritikeranteile zwischen einem Neuntel (Allianz) und einem Siebtel (VPV). Letztere hat relativ die drittmeisten Fürsprecher (über 72 Prozent Anteil). „Nur“ 55 Prozent waren es hingegen bei den ADAC Versicherungen.
Alte Leipziger mit dem schlechtesten NPS-Wert
Am anderen Ende der Rangliste findet sich mit den Alte Leipziger Versicherungen ein Marktteilnehmer wieder, bei dem die Fürsprecher die Kritiker nur leicht überwogen (33,7 zu 26,9 Prozent). Der NPS wird mit 6,8 angegeben. Relativ hatte keiner mehr Detraktoren und nur ein Prüfling weniger Promotoren.
Nur unwesentlich besser performten mit NPS-Werten von jeweils unter zehn Prozent die HDI Versicherungen und die Verti Versicherung AG. Bei beiden stand einem guten Drittel an Fürsprechern jeweils rund ein Viertel an Kritikern gegenüber. Vergleichsweise niedrige NPS-Werten von unter 16 Prozent werden auch für die Continentale Versicherungen, die SV Sparkassenversicherungen und die Nürnberger Versicherungen ausgewiesen.
Die Studie „Kundenbefragung Versicherer des Jahres 2026 – Mehr Transparenz – mehr Kundennähe“ kann gegen eine Schutzgebühr von brutto 476 Euro per E-Mail bei Bettina Möller erworben werden.





