Warum hat der Vermittler im englischsprachigen Raum ein Image vergleichbar mit einem Rechtsanwalt?

28.6.2024 – Woher kommt das miserable Image?

  • Umsatzdruck auf den Vertrieb seitens des Konzerns = Verkaufszwang.
  • Schlechteres fachliches On-the-Job-Training als früher.
  • Miserable Unterstützung seitens des Innendienstes, zu wenig Personal.
  • Call-Center (ironischerweise „Service”-Center genannt) statt direkter Zugang zur Fachabteilung. (Da bekommt man bei Fonds Finanz rascher einen qualifizierten Ansprechpartner ans Telefon als beim Versicherer!)
  • Online-Angebotsrechner anstelle qualifizierter Unterstützung bei der Erstellung von Angeboten.
  • Dresche seitens der Politik und der Medien wegen des Provisionsmodells et cetera.
  • Die Branche hat hochbezahlte Lobbyisten, macht aber null Medienarbeit zur Korrektur des Vertriebsimages. Oder haben Sie irgendwann/irgendwo eine Kampagne gelesen, die auf die Wertschätzung der Tätigkeit des Vermittlers abhebt? Die Vertriebschefs sollten sich mal ernsthaft überlegen, warum im englischsprachigen Raum der Vermittler ein Image vergleichbar mit einem Rechtsanwalt hat, – und entsprechende Maßnahmen starten.

Fazit: Der Fisch stinkt vom Kopf. Oder wie mir ein Maklerbetreuer schon vor Jahrzehnten sagte: „Das einzige, was uns bei der Arbeit stört, sind der Vertrieb und der Kunde.“ (Lässt sich fortsetzen.)

Wilfrid Camen

mail@expro.de

zum Artikel: „Miserables Vertreter-Image schlägt hohe Wellen”.

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