PKV basiert auf Irrtümern

13.6.2013 – Was zeigen uns die Diskussionen und die vielen Leserbriefe? Dass es Zeit wird, die substitutive Krankenversicherung in Deutschland zu beenden!

Warum? Viele haben immer noch nicht begriffen, dass der Status einer Person, die die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) verlässt, Selbstzahler ist und damit der Umfang der Rückversicherung private Krankenversicherung (PKV) völlig irrelevant wird. Viele haben immer noch nicht begriffen, dass selbst hochpreisige Produkte weit unterkalkuliert sind und dass die Deckungslücke zwischen Rückstellung und zukünftigen Kosten exorbitant sein wird.

Die meisten haben noch nicht einmal verinnerlicht, dass Rückstellungen irgendwann aufgelöst werden müssen und spätestens hier die Demografie greifen wird. Man nennt das Angebot und Nachfrage!

Fast jeder Versicherungsvermittler hat in der Zwischenzeit begriffen, dass man Kapitalbildung und Versicherung trennen sollte. Wann diese Erkenntnis bei der PKV (oder auch der Zusatz- oder Pflegegeldversicherung) zum Tragen kommen wird, scheint offen.

GKV ist auch keine Versicherung, sondern Versorgung, und das müssen wir ausbauen. PKV ist nur der „dumme“ Kostenerstatter eines in der Regel völlig überforderten Patienten, der ausgenommen wird, wie eine Weihnachtsgans zum Fest. Die wenigsten kommen mit der Rahmenbedingung Selbstzahler im Fall schwerer Krankheit klar.

Das gesamte System PKV basiert auf Lügen und Irrtümern, wie zum Beispiel dem Irrtum, dass PKV ein System ist oder zum Beispiel der Lüge der Subvention des Gesundheitswesens!

Thorulf Müller

th.mueller@derKVProfi.de

zum Artikel: „Wie viele PKV-Arbeitsplätze kostet die Bürgerversicherung?”.

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