20.3.2026 – Weshalb wir kaum noch Mitarbeiter für den Außendienst gewinnen können, hat folgende Gründe: Gute und nachhaltige Geschäfte erfordern die persönliche Kundenansprache, welche nur möglich ist, wenn man Kunden vor Ort berät. Diese Aufgabe können Computertechnologien oder KI-Systeme nicht ersetzen.
Menschen sind Beziehungswesen, was für den Versicherungsvertrieb bedeutet, dass man den Kunden persönlich sprechen sollte. Dieser Vorgang erfordert Kundenbesuche. Onlinegespräche sind dafür gänzlich ungeeignet.
Eine Beratung vor Ort ermöglicht dem Vermittler, sich einen persönlichen Eindruck über die häusliche sowie betriebliche Umgebung des möglichen Kunden zu verschaffen. Weder am Telefon noch wärend einer sogenannten Onlineberatung ist es möglich, seinen zukünftigen Kunden mit all seinen Bedürfnissen und Problemen einschätzen zu können.
Deswegen benötigen wir Mitarbeiter, welche sich nicht scheuen Kunden persönlich, möglichst vor Ort, zu beraten. Diesem Anspruch werden nur wenige, welche sich für eine Versicherungsfachmannslehre bewerben wollen, gerecht.
Hinzu kommen Stornohaftungsrisiken im Lebensgeschäft, die vielen Bewerbern den Einstieg in eine Außendiensttätigkeit schier unmöglich erscheinen lassen. Mit Pro-Rata-Verprovisionierungen kann kein Neuling im Versicherungsaußendienst sein Leben bestreiten. Aus diesen Gründen sollte die Branche eine attraktivere Bezahlung für Neueinsteiger entwickeln.
Siegfried Hartmann
zum Artikel: „Warum viele Vermittlerbetriebe keinen Nachfolger finden”.




