Investition in die Vergangenheit?

10.5.2013 – Wie schön dass sich alles annähert, möchte man glauben. Und dennoch gibt's eine ungeheure Ungerechtigkeit in dem System: wir haben unzureichende Kindergartenplätze, unsere Schulen sehen aus wie (da fehlen mir die Worte!), unsere Hochschulen können Spitzenreferenten kein adäquates Salär bieten (vergleiche Wettbewerb mit den USA, China, etc.).

Aber wir erlauben es uns, die zweitgrößte Wählergruppe (Empfänger von Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung) mit der ungeheuren Summe von über 80 Milliarden Euro aus Steuermitteln zu füttern. Das heißt, wir investieren in die Vergangenheit, quasi in die Alten, und vermeiden Investitionen in die Zukunft, unsere Kinder.

Um das mal in den Versicherungsbereich bildlich zu übertragen: IT-Abteilungen (Kindergarten, Schule, etc.) auflösen und das „gute" alte Tarifbuch (Leistungstransfer-Empfänger der GRV) wieder einfühInvestiren. Oder: E-Mails und Extranets werden durch den „guten" alten handschriftlichen Brief ersetzt.

Nun mal im Ernst: wenn alle davon reden, dass Zukunftsinvestitionen wichtig sind und in sämtlichen Wirtschaftsbereichen dies realisiert wird, wie kann es dann sein, dass wir alle tatenlos zuschauen und stillschweigend akzeptieren, dass die Wählergruppe der GRV-Leistungstransfer-Empfänger so gefüttert wird? Unglaublich!

Getreu Thilo Sarrazin: Deutschland schafft sich ab! Das Ganze wird dann verkauft, als „Positive Entwicklung der Alterseinkommen" (das ist übrigens die Artikelüberschrift). Positiv ist daran gar nichts mehr!

Stephan Rawolle

sr@finanzcheckpoint.de

zum Artikel: „Positive Entwicklung bei den Alterseinkommen”.

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