3.3.2024 – Seit gut 30 Jahren bin ich nun als freier Versicherungsmakler (überwiegend Gewerbekunden) aktiv. Mich wundert die Lustlosigkeit über diesen Beruf überhaupt nicht:
- Zunehmend fast schikanöse Auflagen.
- Zunehmender Verwaltungaufwand.
- Fachbereiche beim Versicherer kaum direkt ansprechbar.
- Was früher in wenigen Minuten telefonisch geklärt werden konnte, nimmt heute viel Zeit in Anspruch. „Service-Center” verdienen diese Bezeichnung nicht.
- Personalsituation bei den Versicherern führt zu Mängeln in der Kommunikation – auch mit dem Kunden, diese sind verärgert = wieder mehr Aufwand für den Vermittler.
- Maklerbetreuer? Ausgedünnt.
- Bestandspflege scheint vielen Gesellschaften nicht mehr wichtig zu sein.
- Viele Aufgaben, die früher der Innendienst erledigt hat, werden auf den Makler übertragen
- GWG – ist Sache des Fiskus, nicht des Vermittlers
- Stornohaftung: Der Vermittler haftet nach getaner Arbeit für Vorgänge, die er nicht beeinflussen kann.
Fazit: Die Relation Einkommen zu Aufwand hat sich erheblich verschlechtert. Früher wurde der Vertrieb von den Versicherern gepflegt – heute hat man bei vielen Gesellschaften den Eindruck, dass der Vermittler stört.
Dann die Politik, die den Vermittler und Betreuer als „Feindbild” darstellt. Plus die Verunsicherung durch die ewige Diskussion um ein Provisionsverbot und vieles mehr. Sorry, Vermittler zu sein macht keinen Spaß mehr.
Dipl.-Ing. Wilfrid Camen, Versicherungsmakler
zum Artikel: „BVK warnt vor „dramatischer Unterversorgung“ mit Vermittlern”.




