11.3.2021 (€) – Beschäftigte in den Gesundheitsberufen und der Kinderbetreuung waren im Vorjahr zwischen März und Dezember 2020 überdurchschnittlich oft im Zusammenhang mit Covid‐19 arbeitsunfähig. Das zeigt eine Analyse der entsprechenden Daten der AOK-Mitglieder durch das Wissenschaftliche Institut der AOK (Wido).
Insgesamt erhielten von den 13,6 Millionen AOK‐versicherten Erwerbstätigen 289.282 Beschäftigte von einem Arzt eine Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung im Zusammenhang mit einer Covid‐19‐Diagnose. Für den Wirtschaftsbereich „Finanzen und Versicherungen“ hat die Krankenkasse folgende Daten ermittelt:
- Versicherungskaufleute: 2.005 Erkrankte je 100.000 erwerbstätige AOK-Mitglieder im Zusammenhang mit Covid-19 und 1.049 Erkrankte mit einer dokumentierten Diagnose für Covid‐19.
- Bankkaufleute: 2.555 Erkrankte je 100.000 erwerbstätige AOK-Mitglieder im Zusammenhang mit Covid-19 und 1.465 Erkrankte mit der dokumentierten Diagnose.
- Berufstätige in der Sozialverwaltung und -versicherung: 2.791 Erkrankte je 100.000 erwerbstätige AOK-Mitglieder im Zusammenhang mit Covid-19 und 1.486 Erkrankte mit der dokumentierten Diagnose.
Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine Auswertung der Barmer Krankenkasse für 20 Berufsgruppen mit den von Corona am meisten Betroffenen. Auch hier waren die Beschäftigten in den Versicherungs- und Finanzdienstleistungen vergleichsweise selten wegen einer Covid-19-Erkrankung arbeitsunfähig (VersicherungsJournal 16.2.2021).




