Weniger ist oft mehr

9.4.2010 – Der Ansatz, den Versicherungsmakler die Courtage für seine Dienstleistung selbst bestimmen zu lassen, ist sicherlich sehr interessant, wenn auch nicht ganz neu.

Bedenklich stimmt allerdings die Aussage, „dass es durchaus öfter der Fall sei, dass die Courtage nach oben korrigiert wird – auch auf bis zu 40 Prozent“. Immerhin schuldet der Makler seinen Kunden, wenn auch nicht „best advice“, so doch einen guten und ausgewogenen Ratschlag.

Dabei gibt es natürlich Fälle, in denen entsprechende Schwierigkeiten und Mehraufwendungen eine höhere Courtage rechtfertigen. Dies dürfte allerdings in den privaten Massensparten eher die Ausnahme sein.

Ferner besteht sicherlich in einer freizügigen Courtage-Wahl des Maklers auch die Gefahr, durch Konkurrenzeinflüsse derartige Verträge – und gegebenenfalls auch gleich die gesamte Kunden-Verbindung – sehr schnell wieder zu verlieren. Wenn eine Vielzahl der Versicherungsmakler höhere Courtagen als üblich veranschlagt, stellt sich unseres Erachtens auch die Frage, ob ein Versicherer die „richtigen Makler“ um sich geschart hat... Weniger ist doch oft mehr.

Heinz-Jürgen Busch

best-intention@b-i.de

zum Artikel: „Trotz Nettokalkulation kein Nettotarif”.

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