Welche Privathaftpflichtversicherer Makler am ehesten weiterempfehlen

21.8.2026 – Der K&M, der Dema und der Helvetia bringen ungebundene Vermittler die höchste Weiterempfehlungsbereitschaft in Sachen private Haftpflichtversicherung entgegen. Erst an vierter Stelle folgt die beim Geschäftsanteil führende Haftpflichtkasse. Dies zeigt die Asscompact-„Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“.

In der Privathaftpflichtversicherung (PHV) vermitteln Versicherungsmakler das meiste Geschäft an die Haftpflichtkasse VVaG (VersicherungsJournal 13.8.2026). Dies ist ein Ergebnis der Asscompact-„Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“. Grundlage der Untersuchung ist eine im Juni unter Maklern durchgeführte Onlineumfrage. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 254 Personen angegeben.

Rund 87 Prozent der Befragten sind männlich, etwa 13 Prozent weiblich. Sie haben 31,0 Jahre Berufserfahrung bei einem Durchschnittsalter von 58,5 Jahren und wollen im Schnitt mit 67,8 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden.

Weiterempfehlungsbereitschaft der Vermittler

Erhoben wurde im Rahmen der Studie unter anderem auch die Weiterempfehlungsbereitschaft für die Anbieter von Privathaftpflichtschutz. Hierzu wurde der in der Marktforschung häufig angewandte Net-Promoter-Score herangezogen.

Die Untersuchung ergab, dass die Roßdorfer in dieser Rangliste auf dem vierten Platz landeten. Aus dem vierthöchsten Anteil an Promotoren (knapp drei Viertel) und dem fünftniedrigsten Wert beim Detraktorenanteil von nur etwa einem Zwölftel errechnet sich ein NPS-Wert von 64.

K&M vor Dema vor Helvetia

Am besten schnitt mit einem Wert von 83,4 die Konzept & Marketing – ihr unabhängiger Konzeptentwickler GmbH (K&M) ab, die beim Neugeschäft nur an achter Stelle positioniert ist. Sie hatte relativ gesehen zwar die mit Abstand meisten Fürsprecher, sortiert sich dafür aber erst an sechster Stelle ein.

Hauchdünn dahinter findet sich auf dem Silberrang die Neugeschäfts-Dritte Dema Deutsche Versicherungsmakler AG wieder. Da sie gänzlich ohne Detraktoren auskam, entspricht der Promotorenanteil von 83,3 Prozent auch dem NPS-Wert.

Relativ genauso viele Fürsprecher haben die Helvetia Versicherungen an dritter Stelle. Abzüglich des Kritikeranteils von 3,4 Prozent ergibt sich ein NPS von 80,0. Die fünfte Position belegt um Nuancen hinter der Haftpflichtkasse die Grundeigentümer-Versicherung VVaG (GEV). Sie war der zweite Testkandidat ohne Detraktoren.

Dahinter folgen dicht beieinander die Neugeschäftszweite VHV Allgemeine Versicherung AG, die Alte Leipziger Versicherung AG und die Axa Versicherung AG. Die Fürsprecheranteile lagen zwischen 63,3 (Axa) und 68,6 Prozent (VHV), die Kritikeranteile zwischen 10,7 (Alte Leipziger) und 5,7 Prozent (Axa).

Rangfolge (Bild: Wichert)

Ein Blick auf die Dienstleistungsqualität

Konkrete Gründe für die stark voneinander abweichenden Bewertungen sind der Untersuchung nicht zu entnehmen. Allerdings zeigt ein Blick in die Bewertung der Dienstleistungsqualität der Wohngebäudeversicherer, die in der Studie ebenfalls untersucht wurde, einen Erklärungsansatz für die Differenzen bei den NPS-Werten.

So sind die ungebundenen Vermittler etwa mit der Dema und der Helvetia auch zufriedener als mit den anderen Marktteilnehmern. Sie erzielten 91 beziehungsweise 92 von 100 möglichen Punkten.

Die Stärken der Spitzenreiter

Die Helvetia schaffte in elf der 13 abgefragten Zufriedenheitskriterien mehr als 90 Punkte. In den vier Top-Kriterien Schadenregulierung, Preis-Leistungs-Verhältnis, Produktqualität und Neugeschäftsabwicklung wurde sie jeweils mindestens Zweite. Luft nach oben sehen die befragten Vermittler nur bei der (de)zentralen Vertriebsunterstützung (jeweils sieben Punkte Rückstand).

Dort kam jeweils die Dema am besten weg. Sie erzielte mindestens 89 Punkte, und zwar in den Aspekten Courtageausgestaltung, Bestandskundenservice, Image und Tarifflexibilität. In den übrigen Zufriedenheitskriterien war der Bereichssieger nur wenige Zähler entfernt – maximal fünf Punkte.

Die 274-seitige „Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ enthält neben detaillierten Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und zur Vermittlerzufriedenheit auch eine Analyse der Top-Anbieter. Der Berichtsband kann für 2.950 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sebastian Sommerer per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575834 bestellt werden.

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