Versicherer schätzen Geschäftsentwicklung positiv ein

14.2.2013 (€) – Die Geschäftserwartungen der deutschen Versicherer sind weiterhin positiv. Sie heben sich damit deutlich von der Zukunftseinschätzung aller Branchen ab, wie aus Detailzahlen der jüngsten Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervorgeht. Knapp jeder dritte der fast 150 befragten Versicherer rechnet mit einer positiven Geschäftsentwicklung, weit über die Hälfte erwartet keine Veränderung und jeder neunte eine Verschlechterung.

Die Geschäftsentwicklung wird von den Versicherern weiterhin positiv eingeschätzt, wie die aktuelle Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags e.V. (DIHK) zeigt, an der sich insgesamt 144 Versicherungs-Unternehmen beteiligt haben. 31 Prozent erwarten eine positive, elf Prozent eine negative Geschäftsentwicklung.

Der Saldo von plus 20 Punkten vergleicht sich nach DIHK-Angaben mit positiven Ergebnissen von 26 Punkten bei der Herbstumfrage (VersicherungsJournal 25.10.2012) und 32 Punkten zu Jahresbeginn 2012 (VersicherungsJournal 13.2.2012). Ein schlechteres Ergebnis gab es zuletzt im Frühsommer 2010 mit 14 Punkten (VersicherungsJournal 31.5.2012).

Trotz der leichten Eintrübung bei den Versicherern liegen die Daten doch deutlich über dem Durchschnitt aller Branchen. Zu Jahresbeginn 2013 ergab sich ein kleines Plus von zwei Punkten. Gegenüber der letzten Herbstumfrage (minus vier Punkte) zeigt sich hier aber ein Aufwärtstrend. Zu Jahresbeginn 2012 hatte der Saldo bei plus fünf Punkten gelegen. Insgesamt nahmen über 28.700 Unternehmen an der Befragung teil.

Die aktuelle Lage schätzen die Versicherer überaus positiv ein

Die Gegenwart wird von der Versicherern weiterhin sehr positiv beurteilt, auch wenn sich hier leichte Einbußen ergeben haben. 51 Prozent der befragten Unternehmen bezeichneten ihr aktuelle Geschäftslage als besser und nur vier Prozent als schlechter.

Damit ergibt sich ein Saldo von plus 47 Punkten, der sich mit 52 Punkten bei der Herbstumfrage und 56 Punkten zu Beginn des Jahres 2012 vergleicht. Betrachtet man alle Branchen, dann schneiden die Versicherer wiederum sehr gut ab. Über alle Branchen hinweg ergab sich jetzt ein positiver Saldo von 27 (Jahresbeginn 2012: 37) Punkte.

DIHK-Konjunkturumfrage (Quelle: DIHK 2/2013)

Versicherer fürchten „politische Wohltaten“

Die größten Risiken für ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung sehen die Versicherer mit 76 Prozent in sich verändernden wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. In der Gesamtwirtschaft sorgen sich nur 41 Prozent über mögliche „Wohltaten“ der Politik.

Mögliche Beeinträchtigungen durch einen Fachkräftemangel sehen 23 Prozent der Versicherer. In der Gesamtwirtschaft sind es bereits 32. Dies mag auch daran liegen, dass in der Assekuranz nur noch mit einem positiven Beschäftigungssaldo von sieben (Jahresbeginn 2012: 20) Punkten gerechnet wird.

28 Prozent der befragten Versicherer gaben an, zusätzliches Personal einstellen zu wollen. 21 Prozent wollen aber auch Personal abbauen. 51 Prozent wollen den Personalstand auf unverändertem Niveau halten.

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