Kein Nachteil für Verbraucher?

5.11.2009 – Ein erster Gedanke ist, dass die Provinzial hier im Eigeninteresse moniert, aber die schlechte beziehungsweise schlecht dokumentierte Beratung im Namen des Verbraucherschutzes in den Fokus rückt.

Wenn die Zahlen so stimmen, ist das Produkt ja im Vergleich zu den sonst wenig attraktiven Sparkassen-Angeboten für die Kundin gar nicht von Nachteil. Der Hinweis auf die Abschlusskosten ist insofern unvollständig, weil sich diese ja stornobedingt drastisch reduzieren, sollte die Kapitaloption nach einem Jahr wahrgenommen werden.

Die Garantiezahlen entsprechen ja schließlich auch zurzeit nicht der Realität, und so lange sich nicht in kürzester Zeit die Lage dramatisch bei der Provinzial verschlechtert, sind die Überschusswerte (zumindest nach einem Jahr) wohl näher an der Realität.

Letztlich zahlt die Versicherung hier den Preis für die immer größer werdende Flexibilität bei ihren Produkten, zu der sie wettberwerbsbedingt ein wenig gezwungen wird. Die Frage sei erlaubt: Wenn es die Zahlen zulassen – warum darf ich denn eine solche Versicherung nicht mit einer Kapitalanlage vergleichen?

Oliver Henkel

o.henkel@finanzgruen.de

zum Artikel: „Rentenversicherung als Geldanlage?”.

Artikel-Werkzeuge für Sie
Diese Seite empfehlen
Schlagwörter zu diesem Artikel
Weitere Artikel der Ausgabe vom 5.11.2009
Weitere Leserbriefe