Gesundheitsprüfung in 15 Minuten

17.1.2013 (€) – Bei ihrer Multirente „VitaLife“ verwendet die Signal Iduna eine Beratungssoftware, welche die Risikoprüfung und den Antrag direkt im Kundengespräch verbindlich abschließt. Die Software der Firma Insigma nutzen seit dem Sommer knapp 4.000 Ausschließlichkeits-Vermittler der Gruppe. Ab Februar soll den freien Vertrieben eine identische, online-basierte Lösung zur Verfügung stehen.

„Für die Beratungssoftware muss der Kunde seine Krankheit(en) nicht von sich aus aktiv auflisten können. Vielmehr wird im Rahmen eines interaktiven, dynamischen Prozesses allgemein verständlich nach seinem Gesundheitszustand gefragt“, sagt Dr. Philipp Schmitz, Leiter Software Engineering bei Insigma IT Engineering GmbH.

Gesundheitsprüfung leicht gemacht

Mit einem durchschnittlichen Kunden lasse sich dieser Gesundheitskomplex in zehn bis 15 Minuten bewältigen, so Schmitz. „Die Gesundheitsprüfung lässt sich so quasi nebenbei abarbeiten. Von Vorteil für Vermittler und Kunde ist, dass noch im Verkaufsgespräch der Preis verbindlich ermittelt wird.“

Die Gesundheitsprüfung lässt sich so quasi nebenbei abarbeiten. Von Vorteil für Vermittler und Kunde ist, dass noch im Verkaufsgespräch der Preis verbindlich ermittelt wird.

Dr. Philipp Schmitz, Leiter Software Engineering bei Insigma IT Engineering GmbH

Anders als andere Expertensysteme, die auf Regeln aufbauen, basiert diese Risikoprüfung eigenen Angaben zufolge auf einem statistischen Ansatz. Ein ähnliches Risikobewertungsmodul setzen viele große private Krankenversicherer bereits seit vielen Jahren ein. Dieses werde aber bisher fast ausschließlich im Innendienst verwendet und biete eben nicht die vollständige Lösung mit der direkten Datenerfassung und dem verbindlichen Ergebnis am Point-of-Sale, sagte Schmitz.

Die Beratungssoftware integriert eine speziell auf das Signal-Iduna-Produkt „VitaLife“ angepasste Version der Kontext-sensitiven Diagnose-Erfassung sowie auf ein Risikobewertungsmodul eines weiteren Anbieters zu einem nach Unternehmensangaben in diesem Umfang bisher einmaligen Gesamtsystem.

Ab Februar auch für Makler

Die Software ist den Angaben zufolge selbsterklärend. Bisher musste sie allerdings auf den Notebooks der Vermittler installiert werden. Parallel zur technischen Lösung für die Ausschließlichkeit sei eine Online-Lösung für die freien Vertriebe entwickelt worden, berichtet Lars Schliewe, Abteilungsleiter Produktmarketing Komposit bei der Signal-Iduna.

Im Kern handelt es sich dabei um eine identische Anwendung, die ab dem 18. Februar sukzessive in den Markt der Makler und Mehrfachagenten eingeführt werden soll. Ab Mitte dieses Jahres soll sich damit die Zahl der Nutzer mindestens verdoppeln – seit Sommer 2012 nutzen die Software knapp 4.000 Außendienstler des Versicherers.

Nach Aussagen von Schliewe ist das „Feedback“ aus der Ausschließlichkeit „überwältigend“. Die völlig neue Systematik der dynamischen Fragestellung (Kontext-Sensitive-Risikoprüfung) in Kombination mit einem verbindlichen Ergebnis am Point-of-Sale werde als große Arbeitserleichterung gewertet.

Durch die fallabschließende Bearbeitung schon beim Kunden gebe es praktisch keine Rückfragen an den Außendienstpartner. Die Signal Iduna plant, diese Software auch für andere Produkte einzusetzen.

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