3.2.2010 – Das Ergebnis der Studie von Herrn Professor Dr. Fred Wagner muss einen schon aufhorchen lassen. Aber wo sind die Gründe für dieses Ergebnis zu suchen und zu finden?
Ich höre schon jetzt die Versicherer frohlocken, die sich in ihrer Meinung vom untätigen und unproduktiven Vermittler bestätigt fühlen. Aber, der Fisch fängt immer vom Kopfe an zu stinken!
Ich rede hier nicht von den gesetzlichen Vorschriften, die dem Vermittler aufgebürdet wurden. Ist es nicht vielmehr so, dass dem vermittelnden Außendienst von ihrem sogenannten Vertragspartner immer mehr, eigentlich klassische Innendienstaufgaben übertragen werden, die vom Versicherungs-Unternehmen zu erfüllen sind?
Diese Aufgaben, hier sei nur beispielhaft die Schadensregulierung genannt, muss dann vom schwächeren Vertragspartner, sprich dem Außendienst übernommen werden, ohne diesem eine dem Zeit- und Arbeitsaufwand angemessene Vergütung zu zahlen.
Hier sind jetzt die Versicherungs-Unternehmen gefordert, ihrem Außendienst den Rücken freizuhalten, damit dieser seiner ureigensten Aufgabe, dem Vermitteln von Versicherungsverträgen nachkommen kann. Denn nur dafür wird der Außendienst, wenn auch nicht immer angemessen, bezahlt!
Ludger T. Tillmann
zum Artikel: „Knapp 15 Stunden beim Kunden”.




