Branche rüstet digital auf – und auf neue Bedürfnisse um

2.5.2016 (€) – Die Berlin Direkt will mit neuer Software die wachsende Flut an Kunden-E-Mails besser in den Griff bekommen, der Software-Anbieter 3m5 Vermittler mit einer Software-Reihe auf dem Weg in die digitale Welt unterstützen. Die AVP professional Software GmbH rüstet ihre Angebotspalette ebenfalls durch ein Update auf. EI-QFM bietet mit Blick auf die künftig verbindliche Chancen-Risiko-Klassifizierung bei geförderten Altersvorsorge-Produkten ein Verfahren zur Kunden-Risikoklassifizierung an und die HDI-Versicherung eine neue Schaden-App.

Bei einer Neuerung der BD24 Berlin Direkt Versicherung AG geht es schlicht darum, die elektronische Kommunikation mit den Kunden technisch zu optimieren. Dazu setzt das Unternehmen inzwischen die Software-Lösung „novomind iMail“ des Systemhauses Novomind AG ein, wie mitgeteilt wird.

Die stetig zunehmende Anzahl elektronischer Kundenanfragen stelle neue Herausforderungen an die Servicecenter und deren Mitarbeiter, heißt es erläuternd in einer Pressemitteilung. Die Novomind-Software-Lösung analysiere diese Anfragen mit Hilfe computerlinguistischer und semantischer Verfahren, ordne sie einem Thema zu und halte individuell passende Textvorschläge bereit.

Dies verkürze die Bearbeitungszeiten und beschleunige den Antwortprozess. „Neben der überzeugenden technischen Performance sorgen eine hohe Transparenz über Menge und Qualität der Bearbeitungsprozesse sowie ein umfangreiches Reporting für deutlich mehr Effizienz im Service-Center“, wird als Praxiserfahrung mit dem seit März im Einsatz befindlichen Systems resümiert.

3m5 Media will Vermittler den digitalen Wandel erleichtern

Eine ganz andere Zielsetzung hat die Software-Suite „professale“, die der IT-Anbieter 3m5 Media GmbH vorgestellt hat. Dabei handelt es sich nach Angaben des Unternehmens um „ein kraftvolles Werkzeug“, mit dem Vermittler „den digitalen Wandel in der Branche bewältigen und sich auf die geänderten Kommunikations-Bedürfnisse der Kunden einstellen können“.

Mit diesem einfach zu bedienenden Tool sei es unter anderem möglich, Microsites durch wenige Klicks selbst zusammenzustellen und so personalisierte Angebote übersichtlich zusammenzufassen. Dies unterstütze insbesondere den Vertrieb komplexer Produkte im Bereich der betrieblichen Altersversorgung oder der Lebensversicherung.

Diverse Features inklusive

Weiterhin könnten damit sehr einfach Werbebanner online geschaltet werden, die automatisch an die aktuellen Kampagnen der jeweiligen Versicherungsmarke angebunden sind. Andere Features seien Homepage-Baukästen, mit denen Online-Präsentationen im Corporate Design des Unternehmens erstellt werden könnten, sowie ein Tool zur Redaktionsplanung.

Zentraler Bestandteil der neuen Suite ist laut einer Pressemitteilung die Software „professocial“. Sie diene der Erstellung, Steuerung und Auswertung von Facebook-Fanpages, wurde bereits vor drei Jahren eingeführt und sei mittlerweile der Marktführer in diesem Bereich.

Diese Software, die inzwischen bei zahlreichen namhaften Versicherern wie der W&W AG, der DVAG, der Nürnberger oder der Barmenia im Einsatz sei, erlaube als bisher einzige das direkte und automatisierte Posten aus einer Zentralredaktion heraus auf gleichzeitig Tausende Fanpages. Nach einem Update laufe sie nun auf Java 8, wird ergänzend mitgeteilt.

Auch die AVP professional Software meldet ein Update mit Erweiterungen

Die AVP professional Software GmbH meldet ebenfalls ein Software-Update. Laut Unternehmensangaben handelt es sich dabei um „AVP finance tools home“ und die Edition „AVP Free“.

Mit dieser unternehmensbezogenen und nicht an eine Person gebundenen Lizenz sei es Beratern nun möglich, die 50 „AVP finance tools“ kostenlos in ihre eigene Homepage zu integrieren. Dabei stehe der Zielgruppe – Gemeinschaftsbüros und kleinere Unternehmen sowie mittlere und große Vertriebseinheiten – die Auswahl frei, alle oder nur einige davon auf ihrer Website zu publizieren.

Haftung ist ausgeschlossen

Die als White-Label-Version konzipierte AVP finance tools passten sich dabei immer eigenständig an den I-Frame der externen Website an und die Ausdrucke für Kunden könnten mit einem Formenlogo sowie eigenen Angaben individualisiert werden. Ein Verweis auf die AVP professional Software GmbH als Entwickler erfolge nicht.

Ausgeschlossen werde eine mögliche Haftung. Dazu werde ausdrücklich darauf verwiesen, dass die Berechnungen durch die Nutzer eigenständig vorgenommen werden.

EI-QFM bietet Verfahren zur Ermittlung der Kunden-Risikobereitschaft an

Ein effizientes Verfahren, um in der geförderten Altersvorsorge-Beratung die Risikobereitschaft eines Kunden zu erkennen und damit die richtigen Produkte empfehlen zu können, stellt eigenen Angaben zufolge die EI-QFM GmbH ab sofort zur Verfügung. Notwendig sei dies, weil ab 1. Januar 2017 auch die Offerten in diesem Bereich verbindlich hinsichtlich Chancen und Risiken klassifiziert werden.

Dies geschehe durch die PIA Produktinformations-Stelle Altersvorsorge gGmbH und auf dem Produktinformations-Blatt, erinnert die EI-QFM. Mit dieser Neuregelung ergeben sich nach deren Einschätzung jedoch zugleich sowohl für den Vertrieb als auch die Kunden „vielfältige neue Möglichkeiten zur Erhöhung der Beratungsqualität im Kundengespräch“.

Kurz und verständlich, aber trotzdem zuverlässig

Allerdings dürfe die Ermittlung des Chancen-Risiko-Profils eines Kunden „nicht allzu lange dauern, muss einfach verständlich sein und trotzdem zuverlässige Ergebnisse liefern“. Diesen Kriterien genüge das Verfahren des Europäischen Instituts für Qualitätsmanagement finanzmathematischer Produkte und Verfahren, wie ein Praxistest mittlerweile gezeigt habe.

Konzipiert ist es den Angaben zufolge als eine Sequenz, die aus drei Fragen sowie einer Prüffrage besteht. Im Gegensatz zu rein digitalen Verfahren, wie sie im Investmentbereich bereits im Einsatz seien, kombiniere die EI-QFM-Methodik jedoch die standardisierte digitale Ermittlung der Kunden-Risikobereitschaft mit der persönlichen Kompetenz des Vermittlers.

Die Ermittlung der Kunden-Risikobereitschaft allein reicht nicht aus

Dadurch könne auch die wirtschaftliche Situation des Kunden berücksichtigt werden. Dies könne beispielsweise dann, wenn Einkommensschwankungen bei der späteren Rente ausgeschlossen sein sollen, dazu führen, dass ihm durch den Vermittler eine Produktauswahl vorgegeben werden müsse, die nicht zwingend seiner Chancen-Risiko-Klasse entspreche.

Anbieter von Altersvorsorgeprodukten und Vermittler können das EI-QFM-Verfahren laut Unternehmensangaben kostenlos nutzen. Die Konditionen der Zertifizierung könnten unter der E-Mail-Adresse info@ei-qfm.de erfragt werden.

HDI präsentiert neue Schaden-App

Eine moderne Kommunikations-Möglichkeit in der Schadenabwicklung eröffnet nach unternehmenseigener Einschätzung die HDI Versicherung AG mit einer neuen App. Mit dieser „HDI hilft“ genannten Anwendung im Push-Verfahren könnten Kunden und Anspruchsteller wichtige Informationen zu ihrem Schadenfall übermitteln und den aktuellen Bearbeitungsstatus verfolgen.

Ausgerichtet sei die personalisierte App auf Kfz-Schäden und solche im Bereich der privaten Haftpflicht- sowie der Wohngebäude- und der Hausratversicherung. Sie stehe den Nutzern kostenlos zur Verfügung.

HDI stelle, wenn Betroffene sich bei der Erstmeldung eines Schadens hierfür entscheiden, wenige Minuten später die App einschließlich der Informationen wie Schadennummer und Kontaktdaten des HDI-Schadenteams per E-Mail oder SMS zur Verfügung. Damit entfallen langes Suchen in App-Stores und eine anschließende aufwendige Inbetriebnahme.

Es geht vorwiegend um Bildmaterial

Die selbsterklärende Benutzerführung stütze sich überwiegend auf die Übermittlung von Bildmaterial wie Schadenfotos, Kostenvoranschlägen von Werkstätten und Handwerkern sowie abfotografierten Zulassungs-Bescheinigungen und Kaufbelegen. Texteingaben seien zugunsten der Bedienerfreundlichkeit auf ein Minimum reduziert.

Fehlende Informationen zur Schadenbearbeitung signalisiere die App per Erinnerungsfunktion. Die vereinfachten Abläufe führen laut HDI zu einer beschleunigten Abwicklung, wovon alle Beteiligten profitierten.

Konzipiert sei die App sowohl für mobile iOS- als auch für Android-Endgeräte. Sie könne jedoch auch als Web-Anwendung auf dem PC, dem Notebook oder dem Smartphone genutzt werden.

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