11.1.2010 – Ich bin immer wieder aufs Neue erschrocken, wenn ich erfahren muss, welche „Verkaufs“-Methoden in unserer Branche existieren – und froh über die Reaktion der Wettbewerbszentrale.
Einige „Kollegen“ muss ich wirklich fragen, ob sie auch nur annähernd wissen, was sie da tun. Gerüchteweise sollen nämlich noch handverlesen wenige Vermittler existieren, die tatsächlich Kunden beraten, Versicherungsverträge vermitteln, für diese Arbeit bezahlt werden und am Ende sogar davon leben wollen/müssen.
Dienstleistung nennt man so etwas. Da ist sinnlose Provisionsverteilerei (meine Arbeit ist ja eh nichts wert – Hauptsache der Versicherer und der Kunde verdienen...) mit Sicherheit das absolut falsche Signal.
Oder hat schon mal einer einen Rechtsanwalt fragen hören: „Was muss ich Dir bezahlen, damit ich Dich vor Gericht vertreten darf?“ Auch diese Dienstleister nehmen berechtigt Geld für ihre Arbeit.
Und das sollte in unserem Beruf auch endlich jeder begreifen: Wenn das maßgeblich entscheidende Argument für ein Produkt das Verteilen von Geschenken sein muss, sollte der Vermittler entweder noch einmal in die Produktschulung einsteigen oder den Anbieter wechseln. Wenn das nicht reicht, ist allerdings auch das Nachdenken über einen Berufswechsel eine sinnvolle Option.
Klaus Blümel
zum Artikel: „Vermittler gaben klein bei”.




