Präzisierung nötig

14.10.2009 – Diese Zeilen sollten präzisiert werden. Sicher ist das Gesundheitswesen im Ganzen außerordentlich teuer, wie allein die Zahl von knapp 253 Milliarden Euro Gesamtausgaben im Jahr 2007 zeigt.

Bei circa 180 Krankenkassen muss man fragen: Wie hoch sind allein die Verwaltungskosten einschließlich der Gehälter? Was kostet der Gesundheitsfonds einschließlich seiner Gehälter und wie hoch sind die reinen Ausgaben für Gesundheitsleistungen?

Hier offenbart sich höchstwahrscheinlich ein erhebliches Missverhältnis zwischen Leistungs- und Verwaltungskosten. Wenn man das Arbeistpensium eines Allgemeinmediziners betrachtet, muss man staunen, dass der das „überlebt”.

Es sind nicht nur die Ärzte, die das Geld verdienen. Der Gesundheitsfonds ist eine zwischegeschaltete Verwaltung, die nichts nützt, aber kostet. Solange wie es Zahler gibt, reibt sich diese Lobby die Hände. Der Patient zahlt ...  die staatlich verordnete Beitragssatzerhöhung.

Auch ist es Unsinn, zwischen den gesetzlichen Krankenkassen von Wettbewerb zu sprechen. Es reichen verwaltungstechnisch pro Bundesland zwei bis vier Kassen, den Rest über private Krankenversicherunen.

Stellt sich die Gretchenfrage, warum gehören die privaten Krankenversicherer zu den größten Kapitalverwaltern? Deutschland ist zu überbürokratisiert.

Gunter Schreyer

Gunter.Schreyer@t-online.de

zum Artikel: „Ist das Gesundheitssystem wirklich zu teuer?”.

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