Elf private Krankenversicherer mit der Bestnote

28.2.2017 – Die Provinzial Hannover erhielt im aktuellen Map-Report Nr. 891 „Rating Private Krankenversicherung“ die höchste Punktzahl. Ebenfalls die Höchstnote „mmm“ bekamen Debeka, Alte Oldenburger, Hallesche, Barmenia, Huk-Coburg, Deutscher Ring, SDK, Signal, Concordia und R+V. Im Teilbereich „Vertrag“ liegt der Deutsche Ring an der Spitze, beim „Service“ die R+V. Die Spitzenposition im Bereich „Bilanz“ belegen gemeinsam die Debeka und der LVM.

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Der Map-Report hat auch in diesem Jahr wieder die privaten Krankenversicherer einer Analyse unterzogen. In der heute erschienenen, mittlerweile 17. Auflage des „Ratings Private Krankenversicherung“ (Map-Report Nr. 891) wurde wie üblich auf Bilanzdaten, Servicekennzahlen und die Entwicklung der Bestandsbeiträge zurückgegriffen.

So wurde bewertet

Insgesamt sind 100 Punkte zu erreichen, ab 70 Punkten gibt es die Bestnote „mmm“. Am höchsten gewichtet hat die Map-Report-Redaktion den Bereich „Vertrag“. Die hier maximal zu erreichenden 39 Punkte entfallen auf die Bestandsbeitrags-Entwicklung in verschiedenen Vertragskonstellationen in der Voll- und in der Zusatzversicherung differenziert nach Angestellten und Beamten. Zudem wurde in diesem Bereich auch die Flexibilität der Tarife bewertet.

Zum Bilanzbereich, in dem maximal 36 Punkte erreicht werden können, gehören die Kennzahlen Nettorendite, RfB-Quote 1 und 2, Versicherungs-geschäftliche Ergebnis- und Überschussverwendungs-Quote nach Verbandsdefinition, Solvabilität, Abschlusskosten- und Verwaltungskosten-Quote sowie auch Vorsorgequote.

Die verbleibenden 25 Punkte sind im Bereich Service möglich, in den Leistungsprozesse, Beschwerden bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin) sowie beim PKV-Ombudsmann, Storno, Frühstorno, eine Bewertung des Gesundheits-Managements sowie die Transparenz der Geschäftsberichte einfließen.

Neuerungen in der Rating-Systematik

In der aktuellen Auflage des PKV-Ratings hat die Map-Report-Redaktion einige Neuerungen am Bewertungsraster vorgenommen. Im Vertragsteil wurde neben der neu eingeführten Flexibilitätsbewertung auch eine neue Beispielrechnung eingeführt. „Die PKV steht häufig in der Kritik, weil die Beiträge im Alter nicht bezahlbar seien“, erläutert Map-Report Chefredakteur Reinhard Klages zum Hintergrund.

In dem neu aufgenommenen Vertragsbeispiel für Senioren sind die versicherten Personen zu Beginn des Jahres 2017 bereits 75 beziehungsweise 73 Jahre alt. „Analog zum Beispielvertrag des 32-jährigen Angestellten beginnend im Jahr 2000, wurde für das Senioren-Beispiel ebenfalls die Beitragsentwicklung ab dem Jahr 2000 bewertet. Der Beobachtungszeitraum beginnt damit deutlich vor dem Renteneintritt und endet mit den aktuellen Beitragsanpassungen zu Beginn des Jahres 2017“, heißt es im Editorial vom Map-Report 891.

Wie auch schon beim „Klassik-Rating deutscher Lebensversicherer“ (Map-Report Nr. 889 – VersicherungsJournal 7.12.2016) wurden im Bilanzteil die Mittelwerte der vergangenen fünf (früher: zwölf) Jahre für die Bewertung herangezogen – damit Schwankungen in einzelnen Jahren bei den Untersuchungskriterien nicht so stark ins Gewicht fallen.

„Mit der kurzfristigeren Betrachtung werden Ausreißer genügend geglättet und keine Effekte aus längst vergangenen Tagen mehr berücksichtigt“, so Klages. Weitere Informationen zu den Änderungen und Neuerungen im PKV-Rating können auf dieser Internetseite nachgelesen werden.

Die besten privaten Krankenversicherer

In diesem Jahr lieferten 17 (Vorjahr: 17) Gesellschaften mit rund 63 (65) Prozent Marktanteil (verdiente Beiträge 2015) die für eine Berücksichtigung im Rating erforderlichen Daten. Die höchste Punktzahl (rund 84 Punkte) erzielte die Provinzial Krankenversicherung Hannover AG.

Dahinter folgen dicht beieinander der Debeka Krankenversicherungs-Verein a.G., die Alte Oldenburger Krankenversicherung AG und die Hallesche Krankenversicherung a.G., für die Punktzahlen zwischen gut 78 und über 76,5 ausgewiesen werden.

Mit der Barmenia Krankenversicherung a.G., der Huk-Coburg Krankenversicherungs-AG, dem Deutscher Ring Krankenversicherungs-Verein a.G., der Süddeutsche Krankenversicherung a.G. (SDK), der Signal Krankenversicherung a.G., der Concordia Krankenversicherungs-AG sowie der R+V Krankenversicherung AG erhielten sieben weitere Anbieter die Höchstnote „mmm“ für „hervorragende Leistungen“.

Bild: Screenshot Map-Report
Punkte max. bedeutet bei einem Wert von unter 100, dass für die jeweilige Gesellschaft das Bewertungsraster an die gemeldeten Daten angepasst wurde. Benachteiligungen der Teilnehmer sollen dadurch verhindert werden. Die Mecklenburgische beispielsweise bietet keine Tarife für Beamte an. Deshalb ist es für die Hannoveraner im Vertragsteil zu den Beispielrechnungen und der Flexibilität der Tarife nicht möglich, die volle Punktzahl zu erzielen.
Ähnlich verhält es sich für die Entwicklung der Bestandsbeiträge ab dem Jahr 1982. Wenn eine Gesellschaft noch nicht lange genug am Markt ist, um für dieses Beispiel Daten zur Verfügung zu stellen, wurde die zu erzielende Punktzahl entsprechend angepasst.
Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: Screenshot Map-Report)

Die Hallesche, die Huk-Coburg und die R+V verbesserten sich dabei jeweils von „mm“ auf „mmm“. Angeführt von der DKV Deutsche Krankenversicherung AG erhielten insgesamt sechs Gesellschaften ein „mm“ für „sehr gute Leistungen“.

R+V beim Service top

Im Bereich Service landete die R+V auf dem Spitzenrang. Auf Position zwei folgt die Debeka, den geteilten dritten Platz belegen die Alte Oldenburger und die Huk-Coburg. Im Bilanzteil liegen die Debeka und die LVM Krankenversicherung AG gemeinsam in Führung. An dritter Stelle findet sich die Alte Oldenburger wieder.

Im Vertragsteil setzte sich der Deutsche Ring gegen die Provinzial Hannover, die Barmenia und die Hallesche durch. Bei der Ergebnisinterpretation im Bereich „Verträge“ gilt es laut Klages zu berücksichtigen, „dass die Provinzial bei der Bewertung der Bestandsbeiträge im direkten Vergleich mit alteingesessenen Mitbewerbern einen entscheidenden Vorteil hat.“

Denn beim Schadenverlauf hätten „jüngere“ Versicherer aufgrund von Selektionswirkungen bei sich aufbauenden Versichertenbeständen Vorteile gegenüber langjährig am Markt tätigen Gesellschaften. „Deshalb fließen in die Festlegung der Bewertungskriterien auch keine relativ jungen Gesellschaften mit Beständen unter 30.000 Vollkostenversicherten mit ein“, so der Map-Report-Chefredakteur weiter.

Folgende Anbieter konnten nicht bewertet werden

Keine Datenlieferung und damit auch keine Rating-Bewertung durch den Map-Report gab es von/für den/die Gesellschaften

Interessanter Weise sind mit der Axa, der BBKK, der Continentalen, der Gothaer, dem Münchener Verein, der Nürnberger, der UKV und der Württembergischen acht der 14 vorgenannten Gesellschaften „Rating Krankenversicherungs-Unternehmen 2016“ der Morgen & Morgen GmbH (M&M) nicht über die Note „sehr schwach“ oder „schwach“ hinausgekommen.

Allerdings erhielten die DEVK, die Inter und die LKH im M&M-Rating jeweils vier Sterne („sehr gut“) und die Arag, die Central und die Universa immerhin mit jeweils drei Sternen eine „durchschnittliche“ Bewertung (VersicherungsJournal 16.9.2016)

Weitere Studiendetails und Bezugshinweis

Der Map-Report Nr. 891 „Rating Private Krankenversicherung“ enthält umfangreiches Datenmaterial zu zahlreichen Bilanz-, Service- und Vertrags-Kennzahlen sowie Bewertungen der Transparenz, des Gesundheitsmanagements sowie der Flexibilität der Tarife von bis zu 31 Krankenversicherungs-Gesellschaften.

Die Studie ist lieferbar als (nicht druckbare) PDF-Datei für 85 Euro und als gedrucktes Heft für 95 Euro, jeweils einschließlich Mehrwertsteuer. Bestellt werden kann unter diesem Link.

Detaillierte Zusatzinformationen zu dem vorgenannten Rating bietet der Map-Report Nr. 888 – „Bilanzanalyse Private Krankenversicherung 2004 bis 2015“, der auf 126 Seiten ausführliche Einblicke in die Geschäftsentwicklung der Branche bietet und bei der Interpretation der verwendeten Ratingkennzahlen unterstützt.

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