20.5.2026 – Bereits als Student setzte sich Lionel Hasse intensiv mit dem Thema Krankenversicherung auseinander und beriet Kommilitonen. Inzwischen beschäftigt der Makler acht Vollzeitmitarbeitende. Sein Beratungsschwerpunkt: Studierende älter als 30 Jahre, die ihre Beiträge senken möchten. Alle Kunden werden ausschließlich telefonisch oder virtuell beraten. Anhand von drei Praxisbeispielen zeigt Hasse, wie es ihm gelungen ist, insgesamt über zwei Millionen Euro an Krankenversicherungsbeiträgen für seine Kunden einzusparen.
Als Student in Göttingen erlebte Lionel Hasse selbst, wie belastend die Krankenversicherungsbeiträge für viele sein können: „Dies gilt insbesondere dann, wenn die studentischen Sonderregelungen enden oder sich die Lebenssituation verändert.“ Er setzte sich intensiv mit dem Thema auseinander, was auf dem Campus bekannt wurde.
Großer Beratungsbedarf bei älteren Studenten

- Lionel Hass (Bild: Natalia Neff)
Die Idee, einen spezialisierten Service aufzubauen, war geboren. „Heute sind wir ein Team mit acht Vollzeitmitarbeitenden, deutschlandweit tätig, und konnten bereits über 1.000 Studierende begleiten sowie insgesamt über zwei Millionen Euro an Krankenversicherungsbeiträgen einsparen“, so der Mitgründer und Geschäftsführer der Academycon GmbH.
„Unser Schwerpunkt liegt dabei insbesondere auf Studierenden älter als 30 Jahre mit ausreichender Reststudiendauer, da diese häufig in der freiwilligen gesetzlichen Versicherung sehr hohe Beiträge zahlen und entsprechend großen Beratungsbedarf haben“, erzählt er weiter. „Denn: Das Thema ist komplex, nicht zuletzt, weil die Unterschiede zwischen den Anbietern erheblich sind.“
Viele Regelungen – etwa zur studentischen Versicherung, Familienversicherung oder zu speziellen Tarifen – sind zeitlich begrenzt und stark von individuellen Faktoren abhängig. Es ändert sich oft kurzfristig die Einkommenssituation durch Nebenjobs, Praktika oder den (Nicht-)Bezug von Bafög.
Zentrales Argument für den Wechsel zur PKV: der hohe GKV-Beitrag
„Das wichtigste Argument für einen Wechsel ist der Beitrag. Viele Studenten möchten ihre monatlichen Kosten deutlich reduzieren. Direkt danach folgt das Leistungsniveau. Gerade im studentischen Bereich gibt es attraktive Premiumtarife zu vergleichsweise günstigen Beiträgen, was eine Kombination aus Kostenersparnis und Leistungsverbesserung ermöglicht“, erklärt der Makler.
Was ihn besonders freut: Seine Kunden erkennen schnell den Wert einer fundierten Beratung und sind bereit, empfohlene Lösungen konsequent umzusetzen. Außerdem empfehlen sie ihn gern weiter: direkt oder über Social Media.
Face-to-Face-Beratung vor Ort? Das kennt Lionel Hasse nicht. Alle Kunden werden ausschließlich telefonisch oder virtuell beraten: „Die Zielgruppe ist digitalaffin und erwartet flexible, ortsunabhängige Lösungen. Ein persönlicher Vor-Ort-Termin ist in der Praxis nicht erforderlich und wird auch nicht nachgefragt.“
Was Studenten besonders interessiert
Nach den Erfahrungen des Maklers spielen Zukunftspläne, wie Heirat oder Kinder, bei Studenten eine eher untergeordnete Rolle. Dennoch ist die mögliche Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung ein Thema. „In vielen Fällen lässt sich diese Sorge jedoch relativ einfach entkräften, da ein Großteil der Studenten nach dem Studium in ein Angestelltenverhältnis geht“, so Hasse.
Bei den Leistungen sind Vorsorgeuntersuchungen, Beitragsrückerstattungen sowie die Bereiche Zahn und Prävention für Studierende von Bedeutung. Weniger wichtig sind klassische Wahlleistungen im Krankenhaus wie Chefarztbehandlung oder Einbettzimmer.
Ein virtuelles Beratungskonzept
Wenn Studierende auf Hasse und sein Team aufmerksam geworden sind – meist über Empfehlungen, Social Media oder Online-Recherche –, wird im nächsten Schritt ein virtuelles oder telefonisches Eins-zu-eins-Gespräch vereinbart, um die individuelle Situation umfassend zu analysieren.
Dabei prüft Team Hasse sämtliche Optionen, beispielsweise die Verlängerung der studentischen Mitgliedschaft, eine Familienversicherung, einen Wechsel in einen passenden Studierendentarif oder auch organisatorische Anpassungen, zum Beispiel im Hinblick auf Beschäftigung oder Fördermöglichkeiten.
Anschließend wird gemeinsam die passende Lösung gesucht und umgesetzt. Auf Wunsch geht die Betreuung weiter. „Viele Studierende stehen vor neuen finanziellen Herausforderungen – etwa beim Berufseinstieg, bei der Absicherung der Arbeitskraft, beim Vermögensaufbau oder bei der Altersvorsorge. Unser Anspruch ist eine umfassende Servicebegleitung ein Leben lang“, stellt Lionel Hasse klar.
Praxisbeispiel 1:
Steckbrief Frank B. (Name geändert):
- Geburtsjahr: 1992
- Studiengang: Lehramt
- Alter bei Beratung: 32 Jahre
- Ausgangssituation: gesetzlich versichert (BKK Firmus)
- Beitrag vor Wechsel: circa 230 Euro /Monat
- Beitrag nach Wechsel (Studium): circa 96 Euro /Monat
- Beitrag im Referendariat (Prognose): circa 100–130 Euro /Monat statt ~280 Euro GKV
- Ersparnis: circa 5.400 Euro alleine während der Ausbildung
- Betrachtungszeitraum: mind. 3 Jahre (Studium + Referendariat)
- Zusatzabsicherung: Dienstunfähigkeitsversicherung, Diensthaftpflicht
B. kam im Juni 2024 in die Beratung, nachdem sein Krankenversicherungsbeitrag trotz günstiger gesetzlicher Kasse bereits über 230 Euro lag.
Aufgrund seines Lehramtsstudiums und des geplanten Referendariats wurde eine Lösung gewählt, die nicht nur sofort eine deutliche Beitragsentlastung auf rund 96 Euro im Monat brachte, sondern gleichzeitig optimal auf die spätere Beamtenlaufbahn vorbereitete.
Für das Referendariat konnte frühzeitig eine passende Absicherung strukturiert werden, wodurch sich sein Beitrag auch in dieser Phase deutlich unter dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung bewegt. Über mehrere Jahre ergibt sich so eine erhebliche finanzielle Entlastung bei gleichzeitig verbessertem Versicherungsschutz.
Praxisbeispiel 2
Steckbrief Sung L. (Name geändert):
- Geburtsjahr: 1994
- Studiengang: Textile Business (Master)
- Alter bei Beratung: 30 Jahre
- Ausgangssituation: gesetzlich versichert (Techniker)
- Beitrag vor Wechsel: über 240 Euro /Monat
- Beitrag nach Wechsel (Studium): circa 140 Euro /Monat
- Ersparnis: circa 3.100 Euro
- Reststudiendauer: circa 2 Jahre
- Status nach Studium: Angestellte (unterhalb Jahresarbeitsentgeltgrenze)
- Lösung danach: Rückkehr in GKV + Anwartschaft
L. wandte sich 2024 an die Beratung, nachdem ihr Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung auf über 240 Euro angestiegen war – für sie kaum nachvollziehbar im Verhältnis zu ihrem Studentenstatus.
Durch den Wechsel in einen passenden Studententarif konnte der Beitrag auf rund 140 Euro reduziert werden, was ihr über die verbleibende Studiendauer eine spürbare monatliche Entlastung brachte.
Nach ihrem erfolgreichen Masterabschluss wechselte sie in ein Angestelltenverhältnis. Da ihr Einkommen zunächst unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze lag, erfolgte eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung.
Gleichzeitig wurde ihre private Absicherung in eine Anwartschaft überführt, so dass sie sich die Option offen hält, bei steigendem Einkommen unkompliziert wieder in die private Krankenversicherung zu wechseln – ohne erneute Gesundheitsprüfung.
Praxisbeispiel 3
Steckbrief Niklas B. (Name geändert):
- Geburtsjahr: circa 1996
- Studiengang: Jura (Bachelor und Master)
- Alter bei Beratung: 30 Jahre
- Ausgangssituation: gesetzlich versichert (Barmer)
- Beitrag vor Wechsel: über 280 Euro /Monat
- Beitrag nach Wechsel (Studententarif): circa 180 Euro /Monat
- Ersparnis: circa 6.000 Euro
- Reststudiendauer: circa 5 Jahre
- Status nach Studium: angestellter Rechtsreferendar
B. kam Anfang dieses Jahres in die Beratung, nachdem ihn vor allem eines zunehmend gestört hat: sein Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung ist erneut gestiegen und lag mittlerweile bei über 280 Euro monatlich – für ihn in keinem Verhältnis mehr zur Leistung.
Durch den Wechsel in einen passenden Studententarif konnte sein Beitrag auf rund 180 Euro im Monat reduziert werden. Dadurch ergibt sich eine direkte Entlastung von circa 100 Euro monatlich.
Da Niklas noch ein langes Jurastudium vor sich hat (Bachelor + Master), ergibt sich bereits heute eine klare langfristige Wirkung: Über die restliche Studiendauer von circa fünf Jahren summiert sich die Ersparnis vorsichtig gerechnet auf rund 6.000 Euro.
Ein klassischer Fall, bei dem nicht nur die monatliche Entlastung zählt, sondern vor allem die langfristige finanzielle Wirkung im gesamten Studienverlauf.




