9.7.2026 – Das Unternehmen fördert Vorbereitungskurse für die Sachkundenachweise zur Zulassung als Vermittler von Finanzanlagen- und Immobiliendarlehen. Das soll den Teilnehmern aus dem Versicherungsvertrieb erleichtern, neue Kundengruppen anzusprechen und Produktbereiche zu erschließen. Der aktuelle Einstieg beim Maklerpool BCA helfe, um an dem zukünftig erwarteten Wachstum im Investmentbereich teilzuhaben.
Die Vema Versicherungsmakler Genossenschaft eG hat im Rahmen ihrer diesjährigen „Vematage“ mit mehr als 1.600 Teilnehmern in Erfurt Zahlen zum zurückliegenden Geschäftsjahr veröffentlicht. Demnach ist die Zahl der Partnerbetriebe um 362 auf nun erstmals mehr als 5.000 gestiegen. Damit hat sich das stetige Wachstum seit 2015, als es erst rund 2.300 waren, fortgesetzt.
Insgesamt nutzen nach Firmenangaben etwa 35.000 Personen die Vema-Services bei ihrer täglichen Vertriebsarbeit. So wurden die ungefähr 2.500 Produkt- und Informationsseiten im Extranet etwa neun Millionen Mal aufgerufen und rund 292.000 Eindeckungen über Vema-Rechner vorgenommen.
In der Vema-Akademie fanden knapp 1.200 Schulungen statt, bei denen die Teilnehmer 222.000 Weiterbildungsstunden sammelten. Neu im Programm ist ein Kurs mit anschließender IHK-Prüfung, der gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Deutscher Versicherungsmakler e.V. (IGVM) angeboten wird. Teilnehmen können auch IGVM-Mitglieder, die nicht der Vema angeschlossen sind.
Zulassung als Finanzanlagen- und Immobiliendarlehensvermittler empfohlen
Aktuell hilft die Genossenschaft ihren angebundenen Partnerbetrieben außerdem dabei, das eigene Beratungsspektrum zu erweitern. Man wolle „Maklerkollegen beim Schritt zum ‚Allfinanzmakler‘ unterstützen“, heißt es von der Vema. Hierzu bezuschusst sie Vorbereitungskurse der Going Public! Akademie für Finanzberatung AG & Co. KG für die Sachkundenachweise zur Zulassung als Finanzanlagenvermittler (§ 34f GewO) und/oder Immobiliendarlehensvermittler (§ 34i GewO).
Diesen Schritt empfehle man Maklerbetrieben, um „eine nachhaltig gute Ertragssituation zu sichern und die Firma damit zukunftssicher auszustellen“. Ein breiteres Angebot erscheine hierfür notwendig.
Denn so könnten Makler neue Kunden erreichen, die sich weniger für Policen interessieren. „Vermögensaufbau und auch die Mithilfe, eine eigene Wohnimmobilie zu bekommen, wirken beim Kunden durchweg positiv.“ Das finanzierte Gebäude müsse zudem auch versichert werden. „Die Tätigkeitsbereiche können sich also gegenseitig befruchten.“
Vertriebspotenziale durch Reform der geförderten privaten Altersvorsorge

- Johannes Neder (Bild: Vema)
Auch die Reform der geförderten privaten Altersvorsorge (VersicherungsJournal 8.5.2026) bietet laut der Vema Potenziale abseits der Lebensversicherung, da das meiste Geschäft auf Investmentprodukte entfallen dürfte. „Wer sich diese große Vertriebschance nicht entgehen lassen will, braucht seinen 34f.“
Die Vema komme traditionell aus dem Sachversicherungsgeschäft und der betrieblichen Altersversorgung (bAV), gibt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dr. Johannes Neder auf Anfrage des VersicherungsJournals zu bedenken.
Für das zukünftig erwartete Wachstum im Investmentbereich sei man allerdings durch das „strategische Investment“ in die BCA AG gewappnet. Die Vema hat 9,9 Prozent der BCA-Anteile übernommen, die bislang die Knörrer GmbH und die BBG Betriebsberatungs GmbH gehalten haben (23.4.2026). Vema-Partner können laut Neder nun vergünstigt unter dem Haftungsdach der 100-prozentigen BCA-Tochtergesellschaft Bank für Vermögen AG tätig werden.




