20.3.2015 (€) – Nach einem Zuwachs um 5,3 Prozent erreichten die Umsatzerlöse des DVAG-Konzerns im Geschäftsjahr 2014 rund 1,2 Milliarden Euro. Besonders erfolgreich war der Finanzvertrieb laut Geschäftsbericht im Versicherungs-Neugeschäft.
„Das Jahr 2014 war für alle Anbieter und Vermittler von Finanzprodukten ein anspruchsvolles Jahr“, heißt es im Geschäftsbericht 2014 der DVAG Deutschen Vermögensberatung AG . Das insbesondere mit Blick auf die weiterhin anhaltende Niedrigzinsphase und die immer weiter zunehmende Regulierung der gesamten Branche.
Für den Familien-Konzern kam im Berichtsjahr zusätzlich der Tod des Firmengründers Dr. Reinfried Pohl und der Führungsübergang auf die nächste Generation hinzu (VersicherungsJournal 16.6.2014). Dieser Einschnitt prägt daher auch den gesamten Geschäftsbericht sehr stark.
„Außergewöhnliche Erfolge“ bei der Versicherungs-Vermittlung
Gleichwohl seien im Berichtsjahr „erneut eine ganze Reihe von Rekordergebnissen“ erzielt worden, wird dort festgestellt. „Außergewöhnliche Erfolge“ habe es insbesondere bei der Vermittlung von Versicherungsverträgen gegeben, wo den Angaben zufolge das Beitragsaufkommen im Neugeschäft insgesamt um 28,9 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro stieg.
Auf die Lebensversicherung entfallen davon 1,5 Milliarden Euro und damit 34,1 Prozent mehr als 2013, wobei sich das Neugeschäft nach Versicherungssumme allerdings um 0,5 Prozent auf 12,1 Milliarden Euro verminderte. Der Bestand habe sich dagegen um 1,5 Prozent auf eine Versicherungssumme von nunmehr 135,9 Milliarden Euro erhöht.
Unveränderter Marktführer im Riester- und Rürup-Neugeschäft
Zurückgeführt wird das Wachstum in der Lebensversicherung einerseits auf Vorzieheffekte wegen der Absenkung des Garantiezinses von 1,75 auf 1,25 Prozent. Noch weitaus größere Wachstumsimpulse werden jedoch der Einführung des Produkts „Vermögens- und Einkommensplan“ zugemessen.
Insgesamt seien daher im zweiten Halbjahr 2014 rund 18.700 Verträge mit Einmalbeiträgen in Höhe von 321,1 Millionen Euro vermittelt worden, wovon elf Prozent aus Ablaufleistungen stammten. Marktführer sei die DVAG mit einem Marktanteil von 14,6 Prozent im Riester-Neugeschäft und 8,5 Prozent im Rürup-Geschäft weiterhin auch bei staatlich geförderten Produkten, wird mitgeteilt.
Baufinanzierungs-Boom hält an
Im Kompositbereich sei mit 1,38 Milliarden Euro gebuchten Beiträgen ein neuer Rekordwert erreicht worden und der Bestand um 4,2 Prozent gestiegen. Im Versicherungsbereich insgesamt legten die gebuchten Beiträge im Bestand um 5,7 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro zu.
In der Baufinanzierung habe vor dem Hintergrund der ungebrochenen Nachfrage nach Sachwerten das hohe Niveau des bisherigen Rekordjahres 2012 in etwa gehalten werden können. Hier verminderte sich das Neugeschäft gegenüber 2013 um 1,7 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro und beim Bausparen um 3,7 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro Bausparsumme. Im Bestand legte das Bauspargeschäft nach Bausparsumme dagegen um 1,3 Prozent auf 22,3 Milliarden Euro zu.
Das Investment-Geschäft stieg im Bestand um 9,3 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro, obwohl das Neugeschäft einschließlich Zuflüssen aus fondesgebundenen Lebensversicherungen hier um 5,8 Prozent zurückging.
Die Zahl der Kunden blieb den Angaben zufolge mit sechs Millionen konstant. Jene der Direktionen und Geschäftsstellen verminderte sich um 1,3 Prozent auf 3.375.
Jahresüberschuss geht aufgrund steuerlicher Effekte zurück
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- Bild: DVAG
Die Umsatzerlöse des Konzerns mit – unter anderem – den Tochtergesellschaften Allfinanz Deutsche Vermögensberatung AG, FVD Deutsche Vermögensberatung sowie die Deutsche Vermögensberatung Bank AG in Österreich und SVAG Schweizer Vermögensberatung AG verzeichneten einen Zuwachs um 5,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Damit sei der zweithöchste Wert in der 40-jährigen Unternehmensgeschichte erreicht worden.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich um 3,1 Prozent auf 266,9 Millionen Euro Der Jahresüberschuss ging jedoch um 12,3 Prozent auf 176,1 Millionen Euro zurück, was in erster Linie auf steuerliche Effekte zurückgeführt wird. Die Umsatzrendite nach Steuern sank von 15,6 auf 13 Prozent.
2015 als „Jahr des Vermögensberaters“ ausgerufen
Das Eigenkapital verminderte sich um 0,8 Prozent auf 660 Millionen Euro. Trotz des Rückgangs von 57,6 auf 55,1 Prozent weise die DVAG aber nach wie vor eine „weit über dem Durchschnitt liegende bilanzielle Eigenkapitalquote“ auf, wird betont.
2015 hat der größte deutsche Finanzvertrieb laut Geschäftsbericht als „Das Jahr des Vermögensberaters“ ausgerufen.
Einerseits sollen für die weitere Erschließung des Marktes weitere Partner gewonnen und in die Ausbildung junger Menschen investiert werden, zugleich jedoch ebenso in die Aufwertung des Ansehen der Berufsgruppe in der Öffentlichkeit.
Der Geschäftsbericht kann unter diesem Link als PDF-Dokument abgerufen werden.




