Welche Gewerbesachversicherer Makler (nicht) weiterempfehlen

6.8.2026 – Der Württembergischen bringen Makler die höchste Weiterempfehlungsbereitschaft im Bereich Gewerbesachversicherung entgegen. Neugeschäftsspitzenreiter VHV schaffte es hinter der SV auf den Bronzerang. Am Ende der Rangliste liegen Helvetia und Continentale. Dies zeigt die Asscompact-„Marktstudie Gewerbliches Schaden-/Unfallgeschäft 2025“.

Versicherungsmakler liefern in der Gewerbesachversicherung an die VHV Allgemeine Versicherung AG das meiste Geschäft. Dies ist ein Ergebnis der Asscompact-„Marktstudie Gewerbliches Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ (VersicherungsJournal 14.7.2026).

Weiterempfehlungsbereitschaft der Vermittler

Grundlage der Untersuchung ist eine im Mai unter Versicherungsmaklern durchgeführte Onlineumfrage. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 193 Teilnehmern angegeben.

Knapp 90 Prozent der Befragten sind männlich, gut zehn Prozent weiblich. Die Interviewten haben durchschnittlich 31,8 Jahre Branchenerfahrung bei einem Durchschnittsalter von 58,3 Jahren. Sie wollen im Schnitt mit 67,5 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Annähernd 40 Prozent wollen mindestens bis zum 70. Geburtstag weiterarbeiten.

Erhoben wurde im Rahmen der Studie unter anderem auch die Bereitschaft, eine Weiterempfehlung für die Gewerbeversicherer auszusprechen. Hierzu wurde der in der Marktforschung häufig angewandte Net-Promoter-Score herangezogen.

Württembergische vorne in der Gewerbe-Sachversicherung

Die Neugeschäftsspitzenreiterin VHV schaffte es hier auf den dritten Platz. Aus dem dritthöchsten Fürsprecheranteil von knapp 60 Prozent und dem viertniedrigsten Kritikeranteil von einem Sechstel errechnet sich ein NPS von 41,6.

Den Spitzenplatz sicherte sich die Württembergische Versicherung AG. Der NPS von 50,0 setzt sich zusammen aus dem höchsten Promotorenanteil von fast zwei Dritteln und dem viertniedrigsten Detraktorenanteil von einem guten Achtel.

Auf den weiteren Plätzen

Den Silberrang belegt die SV Sparkassenversicherung Gebäudeversicherung AG mit einem NPS von rund 44. Dabei hat das Unternehmen relativ gesehen die drittwenigsten Detraktoren und die zweitmeisten Promotoren.

In einem engen Rennen um die vierte Position behielt die Concordia Versicherungsgesellschaft a.G. die Oberhand gegen die Alte Leipziger Versicherung AG und die Gothaer Allgemeine Versicherung AG. Die Fürsprecheranteile lagen zwischen 54,9 (Concordia) und 46,7 Prozent (Alte Leipziger), die Kritikeranteile zwischen 13,2 (Alte Leipziger) und 19,6 Prozent (Concordia).

Am Ende der Rangliste findet sich die Continentale Sachversicherung AG wieder. Da sich bei ihr die Promotoren und die Detraktoren die Waage hielten, beträgt der NPS-Wert Null. Bei den Helvetia Versicherungen überwogen die Fürsprecher (Anteil: 33,3 Prozent) die Kritiker (28,6 Prozent) nur gerade eben (NPS: 4,7).

NPS Gewerbesachversicherung (Bild: Wichert)

Beim Geschäftsanteil schafften es die Helvetia auf Position vier und die Continentale auf Platz elf. Die anderen vorgenannten Gesellschaften landeten auf dem sechsten (Alte Leipziger), siebten (Concordia), achten (Württembergische), zehnten (Gothaer) beziehungsweise 13. Rang (SV).

Ein Blick auf die Dienstleistungsqualität

Konkrete Gründe für die stark voneinander abweichenden Bewertungen sind der Untersuchung nicht zu entnehmen. Allerdings liefert ein Blick in die Bewertung der Dienstleistungsqualität der Gewerbesachversicherer, die in der Studie ebenfalls untersucht wurde, einen Erklärungsansatz für die unterschiedlichen NPS-Werte.

So schreiben die Befragten der Continentalen die drittschlechteste dezentrale Vertriebsunterstützung zu. Ausgeprägte Stärken sind aus den Vermittlerurteilen nicht erkennbar. Immerhin sind in Sachen Neugeschäftsabwicklung, Courtageausgestaltung und Image die Top Drei nur wenige Punkte entfernt. Ansonsten orientiert sich die Gesellschaft in Richtung unteres Mittelfeld.

Die Württembergische hingegen liegt in allen 14 abgefragten Zufriedenheitskriterien nicht allzu weit hinter den führenden Akteuren zurück. Sie hat aus Vermittlersicht keine ausgeprägten Schwächen. Dabei beträgt der Vorsprung auf den drittschlechtesten Wettbewerber bis zu 19 Zähler. Maximal sind 100 Punkte zu erreichen.

Die 274-seitige „Marktstudie Gewerbliches Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ enthält neben detaillierten Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und zur Vermittlerzufriedenheit auch eine Analyse der Top-Anbieter. Der Berichtsband kann für 2.950 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sebastian Sommerer per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575834 bestellt werden.

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