16.9.2026 – Der deutsche Immobilienmarkt bleibt insgesamt stabil. Der EPX-Gesamtindex stieg im August nur leicht um 0,15 Prozent. Bei Eigentumswohnungen zogen die Preise leicht an. Ein- und Zweifamilienhäuser wurden dagegen etwas günstiger. Einen neuen Höchststand erreichten neu gebaute Ein- und Zweifamilienhäuser mit einem Plus von 0,49 Prozent gegenüber dem Vormonat und von 3,34 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Angebotsmieten lagen im August bei 9,93 Euro je Quadratmeter kalt. Das entspricht einer Steigerung von 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Das Update des Greix-Kaufpreisindex aus dem August hatte bereits gezeigt: Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind im zweiten Quartal 2026 nur noch moderat gestiegen (VersicherungsJournal 13.8.2026). Dies bestätigt jetzt der Europace Hauspreisindex (EPX) (Medienspiegel 17.6.2026).
Immobilienpreise verändern sich nur wenig
Der deutsche Immobilienmarkt bleibt insgesamt stabil, meinen die EPX-Experten. Der Gesamtindex stieg im August nur leicht um 0,15 Prozent auf 222,54 Punkte. Im Jahresvergleich entspricht das einem Plus von 1,68 Prozent. Je nach Segment sind die Entwicklungen allerdings unterschiedlich.
Bei Eigentumswohnungen ziehen die Preise leicht an. Der Index steigt im August um 0,14 Prozent auf 219,85 Punkte. Gegenüber dem Vorjahresmonat liegen die Preise 0,26 Prozent höher.
Ein- und Zweifamilienhäusern wurden dagegen etwas günstiger. Nach dem deutlichen Anstieg im Juli sinken die Preise im August um 0,26 Prozent auf 202,51 Punkte. Im Jahresvergleich liegen Bestandshäuser weiterhin 1,26 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Neu Bauen wird zusehends unerschwinglich
Einen neuen Höchststand erreichten neu gebaute Ein- und Zweifamilienhäuser. Hier legten die Preise um 0,49 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen sie um 3,34 Prozent.
Stefan Münter, Co-CEO und Vorstand der Europace AG, ordnet ein: „Der Neubau entwickelt sich im August zum auffälligsten Segment im EPX. Das Plus im Monatsvergleich und im Vorjahresvergleich zeigt, dass der Neubau für den Verbraucher zusehends weniger erschwinglich wird und mit Blick auf die letzten zwölf Monate leicht stärker angestiegen ist als die Inflationsrate.“
Eigentumswohnungen werden günstiger
Am Wohnungsmarkt gab es im August nur kleinere Veränderungen in verschiedenen Richtungen, zeigt die aktuelle Analyse der Value AG.
Häuser: Der Median der Angebotspreise für Ein- und Zweifamilienhäuser liegt bundesweit bei 2.666 Euro je Quadratmeter, ein Plus von 0,16 Prozent gegenüber dem Vormonat. Damit zieht das Segment den fünften Monat in Folge an; im Vorjahresvergleich stehen +2,6 Prozent.
Eigentumswohnungen: Mit 3.553 Euro je Quadratmeter geben Wohnungen um 0,30 Prozent gegenüber Juli nach. Im Juni waren es -0,32 Prozent und im Juli -0,23 Prozent. Die Jahresrate ist damit auf +1,0 Prozent gefallen, den schwächsten Wert seit Januar 2025; zu Jahresbeginn lag sie noch bei gut fünf Prozent.
Mieten steigen stärker als die Kaufpreise
Die Angebotsmieten liegen im August nach vorläufigen Zahlen bei 9,93 Euro je Quadratmeter kalt. Das entspricht einer Steigerung von 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Mietmarkt bleibt damit das mit Abstand dynamischste der drei Segmente.
„Auf Monatssicht ist im August in beiden Kaufsegmenten kaum Bewegung“, erklärte Sebastian Hein, Director Marktdaten bei Value. „Die Nachricht des Sommers steht im Jahresvergleich: Die Jahresrate der Eigentumswohnungen ist von gut fünf Prozent zu Jahresbeginn auf ein Prozent gefallen, während Bestandshäuser ihren Vorsprung halten.“




