4.3.2010 – Es ist grundsätzlich problematisch, Finanzdienstleister in die Schulen zu lassen, denn sie verfolgen dort natürlich auch ihr ureigenes Interesse, und sei es nur Image-Aufbau, was aus ihrer Perspektive natürlich legitim ist.
Sie sollten das Geld allerdings besser in eine höhere Qualität ihrer Beratung stecken und vor allem ihre Anreizsysteme überprüfen, damit wäre dem (zukünftigen) Kunden sicher mehr gedient. Unterricht über Wirtschaft gibt es mittlerweile in allen Schulen, und die berufsbildenden Schulen, die 40 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens besuchen, haben reichlich Expertise (sie bilden zum Beispiel Bank- und Versicherungskaufleute aus).
Es ist ganz wichtig, Schulen unabhängig und werbefrei zu lassen! Oder sollen demnächst auch Nestle-Mitarbeiter Ernährungskunde unterrichten? Ungeklärt ist meines Wissens auch die Frage, was die Eltern davon halten, wenn ihre Kinder in einer staatlichen Schule (Schulpflicht!) von Unternehmensvertretern unterrichtet werden.
Wolfgang Schröter
zum Artikel: „Allianzer und Deutschbanker werden Lehrer”.




