27.7.2026 – Im Vorjahr gingen fast 925.900 Bundesbürger in Rente (wegen Alters) – nach Zahlen der Deutschen Rentenversicherung durchschnittlich im Alter von knapp 64,7 Jahren. Das ist etwa ein halbes Jahr später als 2016. Mehr als 60 Prozent gingen vorzeitig in Rente.
Das durchschnittliche Renteneintrittsalter (Rente wegen Alters) lag im vergangenen Jahr so gut wie unverändert bei 64,7 Jahren. Bei Männern lag der Wert minimal niedriger (64,65 Jahre), bei Frauen minimal höher (64,71 Jahre). Dies ist der kürzlich veröffentlichten Statistik „Rente 2025“ der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) zu entnehmen.
Altersrente: Tendenziell immer späterer Renteneintritt
Sowohl insgesamt als auch bei den Herren und Damen wurden damit die Zehnjahres-Höchststände aus dem Vorjahr minimal unterboten. Seinerzeit war das Eintrittsalter jeweils um rund 0,3 Jahre angestiegen. Zum Vergleich: 2006 gingen Männer und Frauen jeweils etwa eineinhalb Jahre früher in den Ruhestand.
Größere Unterschiede zwischen den Eintrittsaltern der Geschlechter waren im Betrachtungszeitraum nur 2019 zu beobachten. Seinerzeit gingen Frauen im Schnitt mit 64,5 Jahren in Altersrente und Männer mit 64,0 Jahren.
Zum Hintergrund für den langfristigen Anstieg verweist die DRV unter anderem auf die schrittweise Anhebung der Altersgrenzen (14.10.2024). Dazu beigetragen hätten auch das (schrittweise) Auslaufen von zwei vorgezogenen Altersrentenarten („Altersrente für Frauen“ und „Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit“). Die konnten in der Vergangenheit teilweise bereits mit 60 Jahren in Anspruch genommen werden.
Unterschiede zwischen den Rentenarten
Je nach Rentenart unterscheidet sich das durchschnittliche Renteneintrittsalter der Neurentner im Jahr 2025 um bis zu 4,6 Jahre. Während die Neurentner mit einer Regelaltersrente im Schnitt bei Rentenbeginn 66,26 Jahre alt waren, lag das Renteneintrittsalter bei der Altersrente für langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute bei nur 61,65 Jahren.
Bei der Altersrente für besonders langjährig Versicherte betrug das Renteneintrittsalter geschlechterübergreifend im Schnitt 64,13 Jahre, bei der Altersrente für langjährig Versicherte 63,43 Jahre. Bei der Altersrente für schwerbehinderte Menschen waren es 62,92 Jahre. Größere Unterschiede zwischen den Herren und Damen waren nicht zu beobachten.
Unterschiede zwischen den Geschlechtern
Wie aus dem Statistikmaterial weiter hervorgeht, haben im vergangenen Jahr 925.865 Bundesbürger erstmals eine Altersrente bezogen. Nicht einmal 40 Prozent davon (in absoluten Zahlen: knapp 356.400 Personen) sind zum gesetzlich vorgegebenen Renteneintrittsalter in Rente gegangen.
Das bedeutete andererseits aber auch, dass fast zwei Drittel der Neurentner vorzeitig in den Ruhestand getreten sind. Dabei wurde die Rente für besonders langjährig Versicherte etwas häufiger in Anspruch genommen (Gesamtanteil: 28,3 Prozent) als diejenige für langjährig Versicherte (25,7 Prozent).
Der Anteil der männlichen Neurentner betrug bei der Regelaltersrente 45,3 Prozent und bei der Rente für langjährig Versicherte sogar nur 41,7 Prozent. Bei der Rente für besonders langjährig Versicherte waren es hingegen 55,3 Prozent.





