25.5.2010 – Wir müssen uns in der Tat fragen, wie in dem derzeitigen Wirtschaftssystem eine gerechte Alterssicherung gestaltet werden soll. Bereits in der Fragestellung befinden sich ausfüllungsbedürftige Begriffe, deren Erläuterung den Umfang sprengen würde.
Nur soviel hierzu: Welche Vorstellung von „gerecht“ und „Alterssicherung“ beziehungsweise was soll und darf hierunter verstanden werden (Existenzsicherung/ Sicherung des Lebensstandards?). Insoweit erscheint so mancher Beitrag eines Kollegen als zu oberflächlich und „geschäftsgetrieben“ argumentiert.
Ausgehend von den sinkenden durchschnittlichen Brutto- und Nettoeinkommen in der deutschen Volkswirtschaft verbleibt den meisten Menschen kein finanzieller Raum für private Vorsorge. Darüber hinaus wird das Problem ohne faire Löhne und Beschäftigungen für ältere Menschen nicht zu lösen sein.
Die überwiegenden Angebote werden in der Renditebetrachtung zusätzlich durch starke Vertragsabschluss- und sonstige Kosten belastet. Riester dient Besserverdienenden, welches vielmehr auf die Steuerförderung als auf die Zulagen zurückzuführen ist. Die Zulagen kommen nicht beim Kunden, sondern bei der Gesellschaft an (mit Änderung der Provisionierung wurde Riester plötzlich zur Volksrente).
Aber gerade Riester wurde zum Ausgleich der „Riestertreppe“ eingeführt. Erst wenn mehr Produkte sozialabgaben- und steuerfrei gestaltet sind, welche auch in der Leistungsphase besser gestellt werden als bislang, könnte privat flankierend wirken.
Heiko Pforr
zum Artikel: „Die Rentenversicherung soll es richten”.




