9.4.2015 (€) – Die Fehlzeitenquote im Versicherungs-Innendienst ist 2014 erstmals seit vielen Jahren nicht angestiegen. Bei der Fluktuation hat sich die positive Entwicklung der Vorjahre hingegen in einen kräftigen Anstieg umgekehrt, wie die aktuellen Erhebungen des Arbeitgeberverbandes der Versicherungs-Unternehmen zu Fluktuation und Fehlzeiten zeigen.
2014 verzeichnete der Arbeitgeberverband der Versicherungs-Unternehmen in Deutschland e.V. (AGV) nach gestern veröffentlichten Daten aus der aktuellen Fehlzeitenerhebung erstmals nach sechs Jahren keinen weiteren Anstieg des Krankenstands im Versicherungs-Innendienst.
Seitwärtsentwicklung beim Krankenstand
Vielmehr lag die Fehlzeitenquote (Fehltage wegen Krankheit in Prozent der Sollarbeitstage) wie im Jahr zuvor bei 5,8 Prozent (VersicherungsJournal 18.3.2014). Die Fehltage je Versicherungs-Angestellten lagen unverändert bei 14,4.
Während Männer an 11,5 (2013: 11,5) Tagen unterdurchschnittlich häufig krankheitsbedingt fehlten, waren es bei den Versicherungs-Mitarbeiterinnen überdurchschnittliche 17,1 (17,2) Tage.
Auch wenn der Negativtrend der zurückliegenden Jahre aktuell gestoppt werden konnte, so gab es im Vergleich zu 2007 dennoch einen Zunahme um jeweils fast ein Viertel.
Der AGV weist darauf hin, dass die für die Versicherungsbranche gemeldete Fehlzeitenquote aus methodischen Gründen meist über derjenigen der gesetzlichen Krankenkassen liegt. Denn während in den von den Kassen veröffentlichten Daten nur die Krankmeldungen mit einer Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung (in der Regel ab dem vierten Krankheitstag erforderlich) erfasst sind, enthalten die AGV-Daten auch alle ohne Attest von den Gesellschaften anerkannten Krankheitstage.
Fluktuation deutlich angestiegen
Bei der Schwankung des Mitarbeiterbestands im Innendienst gab es eine Trendumkehr: Nachdem die Fluktuation (bezogen auf den durchschnittlichen Personalbestand) von 2007 bis 2013 um ein Drittel auf 4,0 Prozent zurückgegangen war, gab es 2014 einen deutlichen Anstieg um beinahe ein Viertel auf 4,9 Prozent.
Der Arbeitgeberverband stellt heraus, dass die Schwankung des Mitarbeiterbestands damit immer noch unter dem Zehnjahresschnitt von knapp 5,3 Prozent liegt.
Die aktuelle Entwicklung ist laut AGV auf eine 50-prozentige Steigerung der natürlichen Fluktuation – also des alters- oder todesfallbedingten Endes des Arbeitsverhältnisses – zurückzuführen. Deren Anteil stieg von einem Drittel auf fast die Hälfte.
Rund ein weiteres Fünftel entfiel auf Kündigungen durch Arbeitnehmer, ein gutes Sechstel auf Vertragsabläufe sowie in etwa ein Siebtel auf einvernehmliche Vertragsauflösungen. Betriebsbedingte Kündigungen fanden nach Angaben des Arbeitgeberverbandes „kaum statt“. Der Anteil der durch die Gesellschaften ausgesprochenen Kündigungen lag nur bei etwa einem Sechzehntel.
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- Bild: AGV






