22.11.2019 (€) – Im nördlichen Teil der Republik leben streitfreudige Menschen. Sie tragen dazu bei, dass das Streitaufkommen im Durchschnitt bei 24,7 Streitfällen pro 100 Einwohnern liegt. Besonders aktiv sind hier seit 2013 die Stadtstaaten Berlin (29,2) und Hamburg (28,8).

- Streitfälle pro 100 Einwohner.
Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: Generali)
Das zeigt „Deutschlands großer Streitatlas 2019“, ein Projekt der Generali Deutschland AG, die seit 2013 für die Untersuchung die Daten ihrer Tochter Advocard Rechtsschutz-Versicherung AG auswertet. Der Versicherer will damit einen Einblick in die deutsche Streitkultur geben, heißt es in einer Mitteilung.
Laut aktuellem Streitatlas dauert fast die Hälfte aller Fälle (48 Prozent) zwölf Monate und länger. Im Vergleich zur letzten Auswertung 2017 sei bei den langwierigen Auseinandersetzungen eine Zunahme um 4,5 Prozent zu verzeichnen.
Bei jedem zehnten Streit liegt der Streitwert bei mehr als 10.000 Euro. Im Vergleich zu 2017 ist dies ein Anstieg um 2,8 Prozent. Auseinandersetzungen mit niedrigen Streitwerten (bis 2.000 Euro) haben am stärksten abgenommen (minus 3,1 Prozent).
Knapp ein Drittel aller Scharmützel drehen sich um das Thema Straßenverkehr und Mobilität. Mehr als jeder Vierte (26 Prozent) streitet wegen vermeintlich ungerechtfertigtem Blitzen oder zu hohem Tempo. Weitere konkrete Streitgründe sind Verkehrsunfälle (23 Prozent) oder Auseinandersetzungen wegen Mängeln beim neuen Fahrzeug (zehn Prozent), die zu großen Teilen im Zeichen des Dieselskandals stehen.




