Maklervertrieb: Neuer Spitzenreiter in der Absatzhitparade

7.3.2025 (€) – Im Schlussquartal 2024 lief bei unabhängigen Vermittlern der Absatz von Kraftfahrt-Versicherungen am besten. Dahinter folgen die Geschäftsfelder Wohngebäude und Privathaftpflicht. Schlusslicht sind Erwerbsunfähigkeits- hinter den Indexpolicen. Zu den großen Verlierern gehören Dread-Disease-Versicherungen. Deutlich nach oben ging es vor allem für die Kfz-Flottenversicherung. Dies zeigen die Asscompact Trends I/2025.

Welche Policen in der Absatzhitparade der Makler für das vierte Quartal 2024 vorne und welche hinten liegen, zeigen die Asscompact Trends I/2025 der BBG Betriebsberatungs GmbH.

377 unabhängige Vermittler gaben Auskunft

Die im Quartalsrhythmus durchgeführte Studienreihe beruht auf einer standardisierten Onlinebefragung zu Vertriebsthemen von jeweils mehreren hundert unabhängigen Vermittlern. Die Nettostichprobengröße der aktuellen Auflage wird mit 377 Versicherungsmaklern und Mehrfachvertretern angegeben.

Rund 89 Prozent der Befragten sind männlich und etwa elf Prozent weiblich. Sie haben im Schnitt 29 Jahre Branchenerfahrung bei einem Durchschnittsalter von 57,1 Jahren. Im Schnitt wollen sie mit 67,5 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Mehr als jeder Dritte plant sogar, nicht vor Vollendung des 70. Lebensjahres aufzuhören.

Durchgeführt wurde die Befragung im Januar 2025. Unter anderem sollten die Teilnehmer den Absatz in der zurückliegenden Dreimonatsperiode in etwa 40 Produktlinien bewerten sowie die jeweils favorisierten Anbieter benennen.

Kfz-Versicherung erobert Spitzenposition

Den Spitzenplatz belegt die Kraftfahrzeugsparte, für die es um zwei Positionen nach oben ging. Hier lief es für annähernd sieben von zehn Interviewten zuletzt „(sehr) gut“. Auf der anderen Seite votierte nicht einmal jeder 20. Vermittler mit „(sehr) schlecht“.

Für ein Schlussquartal, in das der Wechselstichtag fällt, ist das gute Abschneiden der Kfz-Versicherung nicht wirklich überraschend. Das gleiche Bild war auch in sieben der acht Vorjahre zu beobachten (VersicherungsJournal 6.3.2024, 8.3.2023, 5.3.2021, 9.3.2020, 21.3.2019, 2.3.2018, 10.3.2017). Lediglich vor drei Jahren hatte es das Geschäftsfeld „Investmentfonds“ ganz nach vorn geschafft (11.3.2022).

Die Versicherungssparten auf den weiteren Plätzen

An zweiter Stelle und damit zwei Plätze besser als im Vorquartal (3.12.2024) liegt die Wohngebäude- vor der Privathaftpflichtversicherung (von zwei auf drei). Beide Produktgruppen kamen auf Anteile an positiven Beurteilungen von über zwei Dritteln.

Dahinter folgen mit jeweils knapp zwei Dritteln an „(sehr) guten“ Bewertungen die Hausratversicherung (von eins auf vier) und das Geschäftsfeld Investmentfonds (weiterhin Rang fünf). Für das Segment Vermögensverwaltung ging es von sieben auf sechs nach oben, für die private Krankenzusatzversicherung sogar von 13 auf sieben.

Die Positionen acht bis zehn belegen die Produktgruppen Risikoleben, Berufsunfähigkeits- (BU-) Versicherung und Kfz-Flotte. Während sich die BU-Versicherung um einen Rang verschlechterte, ging es für Risikoleben um drei und für die Flottenversicherung gar um 18 Plätze nach oben.

Rangliste (Bild: Wichert)

Rote Laterne für die Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Am anderen Ende der Rangliste finden sich viele „der üblichen Verdächtigen“ wieder. Schlusslicht ist und bleibt die Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU-Versicherung).

Zuletzt bezeichnete nur rund jeder achte Umfrageteilnehmer den Absatz als „(sehr) gut“. Dem stand ein Anteil von annähernd der Hälfte an „(sehr) schlechten“ Beurteilungen gegenüber.

Weitere vergleichsweise schlecht laufende Produktgruppen

An vorletzter Stelle finden sich indexgebundene Rentenversicherungen mit nur einem minimal größeren Anteil an positiven Beurteilungen wieder. Der Anteil der negativen Bewertungen fiel um fast fünf Prozentpunkte niedriger aus als im Segment EU-Versicherung.

Die Gruppenunfallversicherung lief bei rund jedem sechsten Interviewten „(sehr) gut“, dafür aber bei fast jedem zweiten „(sehr) schlecht“.

Mit jeweils 18 bis 19 Prozent positiven Beurteilungen kamen die private Pflegezusatz-, die Dread-Disease- sowie die Vertrauensschadenversicherung ebenfalls vergleichsweise schlecht weg. „(Sehr) schlecht“ lief es in den drei vorgenannten Segmenten bei zwischen 43,2 Prozent (Vertrauensschaden) und 48,8 Prozent (Dread Disease).

Rangliste (Bild: Wichert)

Auf- und Absteiger unter den Produktgattungen

Im Vergleich zur vorigen Studienauflage gab es ungefähr genauso viele große Rangveränderungen wie in den vorangegangenen Umfragen. So schnitten elf (Vorquartale: elf, zehn, elf) Gattungen um mindestens fünf Positionen besser oder schlechter ab als in der Dreimonatsperiode zuvor.

Besonders kräftig nach oben ging es neben der Kfz-Flotten- und der Krankenzusatzversicherung unter anderem auch für die Geschäftsfelder klassische Lebensversicherung (von 39 auf 32) sowie betriebliche Altersversorgung (bAV; von 16 auf elf).

Zu den größten Absteigern gehören die Dread-Disease-Versicherung (von 24 auf 37), die Unfallversicherung (von zehn auf 19), die Kindervorsorge (von 20 auf 28) und die Rechtsschutzversicherung für Privatkunden (von sechs auf zwölf).

Der 181-seitige Berichtsband der Asscompact Trends I/2025 kostet 1.785 Euro inklusive Mehrwertsteuer (Preisnachlass bei Jahresabonnement). Er kann bei Dr. Mario Kaiser per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575833 bestellt werden.

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