Diese Krankenzusatz-Anbieter empfehlen Makler am ehesten weiter

28.2.2023 (€) – Dem Münchener Verein bringen unabhängige Vermittler laut einer aktuellen Asscompact-Untersuchung die höchste Weiterempfehlungs-Bereitschaft in der Krankenzusatz-Versicherung entgegen. Dahinter folgt die Barmenia. An dritter Stelle liegt die Universa.

Das mit Abstand meiste Krankenzusatz-Geschäft vermitteln unabhängige Vermittler an die Barmenia Krankenversicherung AG. Dies ist ein Ergebnis der Asscompact-Marktstudie „Private Kranken- und Pflegeversicherung 2023“ (VersicherungsJournal 8.2.2023).

Grundlage der Asscompact-„Marktstudie Private Kranken- und Pflegeversicherung 2023“ ist eine im November und Dezember 2022 unter Versicherungsmaklern und Mehrfachvertretern durchgeführte Onlineumfrage. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 253 Personen angegeben.

Rund 88 Prozent der Befragten sind männlich, etwa zwölf Prozent weiblich. Sie haben 26,5 Jahre Berufserfahrung bei einem Durchschnittsalter von 55,2 Jahren und wollen im Schnitt mit 68 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden.

Weiterempfehlungs-Bereitschaft der Vermittler

Ermittelt wurde im Rahmen der Studie unter anderem auch die Weiterempfehlungs-Bereitschaft für die Anbieter von Ergänzungsversicherungen. Hierzu wurde der in der Marktforschung häufig angewandte Net-Promoter-Score (NPS) herangezogen.

Ergebnis: Die Barmenia liegt auch in Sachen NPS auf den vordersten Plätzen. Bei den Wuppertalern steht dem zweitniedrigsten Wert beim Detraktorenanteil (rund ein Sechszehntel) der zweithöchste Wert beim Promotorenanteil (fast drei Viertel) gegenüber. Daraus errechnet sich ein NPS von 67,4. Dies reichte für den Silberrang.

Münchener Verein an der Spitze

Besser schnitt nur die Münchener Verein Krankenversicherung a.G. ab, bei der sich kein einziger Vermittler als Kritiker „outete“. Insofern stellt der höchste Fürsprecheranteil von 75,6 Prozent auch den höchsten NPS-Wert dar. Beim Geschäftsanteil hatte es nur für Position zehn gereicht.

In Sachen Weiterempfehlung den dritten (Geschäftsanteil: siebten) Platz sicherte sich die Universa Krankenversicherung a.G. mit einem NPS von 62,5. Bei dem Akteur gehören relativ die drittmeisten Befragten zu den Promotoren (über zwei Drittel). Zu den Detraktoren zählt sich andererseits nur jeder 16. Interviewte.

Hallesche vor Hansemerkur

Dahinter folgen unter den Marktteilnehmern mit mindestens 15 Bewertungsstimmen die Hallesche Krankenversicherung a.G. (Rang fünf beim Geschäftsanteil) und die Hansemerkur Krankenversicherung AG (an dritter Stelle beim Geschäftsanteil).

Für Letztere stand der vierthöchste Fürsprecheranteil von annähernd zwei Dritteln zu Buche. Der Kritikeranteil betrug in etwa ein Zwölftel, der NPS 56,5. Die Hallesche kam zwar wie der Münchener Verein gänzlich ohne Kritiker aus. Bei den Fürsprechern schaffte die Gesellschaft mit 58,3 Prozent allerdings nur den siebthöchsten Anteil.

Rangfolge (Bild: Wichert)

Für die Arag Krankenversicherungs-AG, die sich beim Geschäftsanteil den Bronzerang sicherte, reichte es bei der Weiterempfehlung nur zu einem Platz im Mittelfeld. Die Allianz Private Krankenversicherungs-AG, an die unabhängige Vermittler das immerhin fünftmeiste Geschäft liefern, schaffte sogar nur den fünftniedrigsten Wert bei der Weiterempfehlungs-Bereitschaft.

Ein Blick auf die Dienstleistungsqualität

Konkrete Gründe für die stark voneinander abweichenden Bewertungen sind der Untersuchung nicht zu entnehmen. Allerdings zeigt ein Blick in die Bewertung der Dienstleistungsqualität der Marktteilnehmer, die in der Studie ebenfalls untersucht wurde, einen Erklärungsansatz für die NPS-Werte.

So sind die Makler und Mehrfachvertreter etwa mit der Allianz längst nicht so zufrieden wie mit den Spitzenreitern. Bei der Gesamtzufriedenheit beträgt der Rückstand auf den Münchener Verein und die Barmenia immerhin drei Punkte – maximal sind 100 Zähler möglich.

Die Allianz besitzt zwar das beste Image und rangiert auch hinsichtlich der Finanzstärke beziehungsweise finanziellen Stabilität an erster Stelle. In elf weiteren der insgesamt 14 abgefragten Zufriedenheitskriterien schnitt das Unternehmen allerdings nur mittelmäßig ab. Beim Bestandskundeservice sprang sogar nur die drittschlechteste Bewertung heraus.

Die Stärken der Spitzenreiter

Der Münchener Verein landete mit 89 Zählern auf dem geteilten Spitzenplatz in der Zufriedenheitswertung. Die Gesellschaft sammelte sieben Top-Drei-Platzierungen. Dabei reichte es bei der Tarifflexibilität, Courtageausgestaltung und zentralen Vertriebsunterstützung für die geteilte und in Sachen Angebotsrechner sogar für die alleinige Führungsposition.

Die Barmenia konnte vor allem mit der besten Produktqualität (Nummer-Eins-Kriterium für die Gesamtzufriedenheit) und Tarifflexibilität punkten. Zur Top Drei gehören die Wuppertaler zudem bei der dezentralen Vertriebsunterstützung und beim Digitalisierungsgrad. In den meisten anderen Kriterien ist das Spitzentrio nur ein oder zwei Punkte entfernt.

Die Universa schaffte es in sechs Zufriedenheitsbereichen unter die drei besten Anbieter. Bei der Neugeschäftsabwicklung, dem Bestandskundenservice sowie bei der (de)zentralen Vertriebsunterstützung erzielte das Unternehmen sogar die Spitzenbewertung.

Weitere Studiendetails

Die 408-seitige „Marktstudie Private Kranken- und Pflegeversicherung 2023“ enthält neben den Ranglisten zur Weiterempfehlung und zur Zufriedenheit auch detaillierte Ranglisten zu den Geschäftsanteilen in der Vollversicherung (3.2.2023) und in der Pflegezusatz-Versicherung (17.2.2023).

Der Berichtsband kann für 2.677,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sophia Tannreuther per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575823 bestellt werden.

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