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BVK sorgt sich um drohende Prämienerhöhungen und Provisionsbegrenzungen

22.9.2022 – Beim Pressegespräch warnte der Vermittlerverband vor einer Teuerungswelle. Der Vorstand sorgt sich zudem weiter um einen drohenden Provisionsdeckel in der Lebensversicherung

Die Führung des Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V. (BVK) hatte am Mittwoch nach der Corona-Zwangspause wieder in kleinem Kreis in Berlin zu einem Hintergrundgespräch eingeladen, um über die aktuelle Themenpalette zu diskutieren.

Heinz fürchtet weiter Eingriffe bei den Provisionen

Michael H. Heinz (Bild: Brüss)
Michael H. Heinz (Bild: Brüss)

Die Bundesregierung hat derzeit derart viele Probleme an den Preisfronten zu bewältigen, dass viele Themen wie etwa Reformern in der Altersvorsorge in den Hintergrund gedrängt werden.

Dafür hat Verbandspräsident Michael H. Heinz Verständnis.

Dennoch treibt ihn das Thema Abwehr eines jeglichen Provisionsdeckels in der Lebensversicherung weiter um. Auch über die lange kommunikative Corona-Pause hinweg hat sich das Thema „Missbrauch bei den Provisionen für den Vertrieb von Lebensversicherungen“ gehalten.

Dabei ist Heinz zwar immer noch besorgt, aber das derzeitige politische Fahrwasser könnte ihn eigentlich beruhigen. Insbesondere setzt der Vereinschef auf die Liberalen, die die Einführung eines Provisionsdeckels in der Lebensversicherung eindeutig ablehnen.

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Ausreißer bei den Vergütungen eingeräumt

Dies hatte zuletzt der Parlamentarische Staatssekretär im FDP-geführten Bundesministerium der Finanzen (BMF), Dr. Florian Toncar, mehrfach deutlich gemacht (VersicherungsJournal 31.8.2022).

Heinz sagte: „Die FDP steht im Wort.“ Und auch einem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin) angedachten Provisionsrichtwert (19.5.2022) steht die FDP reserviert gegenüber.

Aber Heinz räumte ein, dass es bei den Provisionshöhen „Ausreißer“ gibt. „Leute, die faul spielen, muss man bestrafen“, sagte er ohne (die ihm bekannten) Ross und Reiter zu nennen. „Ich habe nix dagegen, wenn die Keule herausgeholt wird.“

Teuerungswelle in der Sachversicherung erwartet

Andreas Vollmer (Bild: Brüss)
Andreas Vollmer (Bild: Brüss)

BVK-Vizepräsident Andreas Vollmer sieht erste Hinweise darauf, dass auch in der Sachversicherung 2023 eine Teuerungswelle auf die Versicherungsnehmer zurollt. Früher seien Preisanpassungen zwischen einem und drei Prozent im Rahmen des Üblichen gewesen.

Bereits im vergangenen Jahr seien die Prämien für die Wohngebäudeversicherung um ungewöhnlich hohe 5,6 Prozent gestiegen, sagte Vollmer. Jetzt drohe 2023 eine Preisanhebung von deutlich über 20 Prozent.

Gefragt seien dann natürlich auch die Versicherungsvermittler, was sollen sie den Kunden in dieser Situation raten? Eine Reduzierung der Versicherungssumme wäre wohl nicht zielführend, denkbar wäre eine Anhebung der Selbstbeteiligung.

Wie die Teuerung zuschlägt, machte Vollmer an einem Bespiel deutlich. Wer nach einem Wasserschaden den Raum wieder trocknen wolle, der habe für die Trockenmaschinen einen deutlich höheren Stromkostenaufwand.

 
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