Betriebs-/Berufshaftpflicht: An wen Makler das meiste Geschäft liefern

7.7.2026 – Die Helvetia erzielt im Versicherungsmaklermarkt den größten Geschäftsanteil im Segment Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung. Dahinter folgen laut der Asscompact-„Marktstudie Gewerbliches Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ die R+V und die Allianz.

Auch in diesem Jahr hat die BBG Betriebsberatungs GmbH wieder die Bedeutung der Produktgeber in der gewerblichen Kompositversicherung im unabhängigen Maklermarkt untersucht. Grundlage der Asscompact-„Marktstudie Gewerbliches Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ ist eine im Mai unter Versicherungsmaklern durchgeführte Onlineumfrage.

Die Größe der Nettostichprobe wird mit 193 Teilnehmern angegeben. Knapp 90 Prozent der Befragten sind männlich, gut zehn Prozent weiblich. Die Interviewten haben durchschnittlich 31,8 Jahre Branchenerfahrung bei einem Durchschnittsalter von 58,3 Jahren. Sie wollen im Schnitt mit 67,5 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Annähernd 40 Prozent wollen mindestens bis zum 70. Geburtstag weiterarbeiten.

Hintergründe zur Methodik

Im Rahmen der Befragung wurden die Vermittler unter anderem „gebeten, zu ihren präferierten Anbietern jeweils ihre Geschäftsanteile (nach Stück) in Prozent anzugeben. Die Prozentwerte werden als Punktwerte interpretiert, so dass jeder Vermittler maximal 100 Punkte auf alle Anbieter verteilen kann“, wird zur Methodik erläutert.

Abschließend wird den Angaben zufolge ein Index gebildet, bei dem der Anbieter mit dem höchsten Wert 100 Punkte erhält und die weiteren Anbieter anhand ihrer Abstände prozentual abgestuft werden.

Betriebs-/Berufshaftpflicht: Helvetia mit dem größten Geschäftsanteil

Im Segment „Betriebs-/Berufshaftpflicht“ (BHV) belegen die Helvetia Versicherungen den Spitzenplatz. Im Vorjahr (VersicherungsJournal 6.8.2025) hatte die Baloise Sachversicherung AG Deutschland den sechsten und die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, Direktion für Deutschland den neunten Platz belegt.

Im Rahmen der Fusion der beiden aus der Schweiz stammenden Unternehmen zur Helvetia Baloise Holding AG (2.12.2025) hatte die Versicherungsgruppe ihren Markenauftritt erneuert und angekündigt, noch im laufenden Jahr die Marke „Baloise“ nicht mehr als eigenständige Wortmarke zu nutzen und nur noch unter dem Markennamen „Helvetia“ am Markt aufzutreten (6.2.2026).

R+V an zweiter, Allianz an dritter Stelle

Mit einem Rückstand von knapp 15 Punkten folgt die im Vorjahr fünftplatzierte R+V Allgemeine Versicherung AG auf dem Silberrang. An dritter Stelle und damit eine Position schlechter als vor Jahresfrist findet sich die Allianz Versicherungs-AG wieder. Ihr relativer Anteil ist etwa ein Viertel kleiner als der des Spitzenreiters.

In einem engen Rennen um Position vier setzte sich die Axa Versicherung AG (66 Zähler) gegen die Haftpflichtkasse VVaG (64 Punkte) durch. Die Plätze sechs bis zehn belegen mit 51 bis knapp 41 Zählern die HDI Versicherung AG, die Alte Leipziger Versicherung AG, die Gothaer Allgemeine Versicherung AG, die Württembergische Versicherung AG und die Concordia Versicherungsgesellschaft a.G.

Ranking (Bild: Wichert)

Während es für die Haftpflichtkasse von drei auf fünf nach unten ging, verbesserten sich Axa, Alte Leipziger und Concordia um jeweils drei Ränge. Der HDI machte fünf Positionen gut, die Gothaer sechs und die Concordia sogar sieben.

Bezugshinweis

Konkrete Gründe für die teils riesigen Veränderungen sind der Untersuchung nicht zu entnehmen. Die 274-seitige „Marktstudie Gewerbliches Schaden-/Unfallgeschäft 2026“ enthält neben detaillierten Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und zur Vermittlerzufriedenheit auch eine Analyse der Top-Anbieter.

Der Berichtsband kann für 2.950 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sebastian Sommerer per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575834 bestellt werden.

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