16.7.2026 – Sowohl junge Erwachsene als auch Familien mit Kindern bis 25 Jahren zeigen laut einer Studie von Sirius Campus Interesse an Kombilösungen, die die wichtigsten Versicherungen bündeln. Für die Eltern hat dabei die gute Absicherung der Kinder höchste Priorität.
Junge Menschen zeigen großes Interesse an sogenannten Starterpaketen, in denen wichtige Versicherungen gebündelt werden. Das ist ein Ergebnis des aktuellen „Kundenmonitors Assekuranz“ der Sirius Campus GmbH. Für die Studie wurden bundesweit repräsentativ 2.163 Versicherungsentscheider und -mitentscheider im Alter von 18 bis 69 Jahren befragt.
60 Prozent der jungen Erwachsenen zeigen Interesse an Starterpaket
Von den 419 befragten Erwachsenen bis 35 Jahren würden sich 60 Prozent für ein solches Starterpaket entscheiden. Nur 33 Prozent lehnen ein entsprechendes Angebot ausdrücklich ab. Jeder Fünfte würde dabei ein Premiumpaket wählen, das neben den klassischen Einstiegsversicherungen auch eine Berufsunfähigkeits-, private Unfall- und Cyberversicherung umfasst.
Dabei verändern sich die Präferenzen mit dem Alter. Während bei den 18- bis 25-Jährigen vor allem klassische Einstiegsversicherungen wie die private Haftpflicht-, Kfz- und vergleichsweise häufig auch die Auslandsreisekrankenversicherung im Fokus stehen, gewinnen später insbesondere die Berufsunfähigkeits- und die Zahnzusatzversicherung an Bedeutung.
So würden sich nur 13 Prozent der 18- bis 25-Jährigen für das Premiumpaket entscheiden, aber bereits 32 Prozent der 26- bis 30-Jährigen.
Absicherung von Kindern hat bei Eltern höchste Priorität
Bei Familien hat die Absicherung der Kinder höchste Priorität. Unter den 828 befragten Eltern bis 25 Jahre mit mindestens einem Kind geben neun von zehn (90 Prozent) an, dass ihnen ein guter Versicherungsschutz für ihren Nachwuchs wichtig ist.
Die Absicherung des Hauptverdieners folgt mit 82 Prozent Zustimmung. Vier von fünf Eltern (80 Prozent) halten ihre Familie mit den bestehenden Versicherungsverträgen bereits für gut abgesichert. 56 Prozent der Befragten stimmen darüber hinaus zu, dass sie für eine gute Absicherung der Familie auch bereit seien, etwas mehr Geld auszugeben.

- Präferenzen junger Eltern bei der Absicherung (Bild: Sirius Campus)
Studie zeigt Beratungsbedarf bei Familien
Auch Familien zeigen Interesse an gebündelten Versicherungslösungen. 45 Prozent würden ein Familien-Versicherungspaket mit den wichtigsten Policen wahrscheinlich oder bestimmt abschließen. Wäre dafür ein Anbieterwechsel nötig, bliebe immerhin noch knapp jede dritte Familie (29 Prozent) abschlussbereit. Gleichzeitig zeigt die Studie einen erheblichen Beratungsbedarf:
- 45 Prozent der befragten Eltern würden sich über eine Beratung zum Thema „Absicherung der Familie“ freuen, zwölf Prozent davon stimmen dem „voll und ganz“ zu.
- 44 Prozent machen sich Sorgen, ob ihre Familie ausreichend abgesichert ist.
- 40 Prozent fällt es schwer zu beurteilen, welche Versicherungen für ihre Familie wirklich wichtig sind.
„Die Ergebnisse zeigen, dass Versicherungsentscheidungen häufig nicht isoliert getroffen werden, sondern im familiären Umfeld entstehen“, erläutert Christoph Müller, Geschäftsführer und Gründer von Sirius Campus.
Für Versicherer und Vermittler lohne es sich deshalb, junge Erwachsene und ihre Eltern nicht getrennt zu betrachten, sondern beide Generationen in der Kundenansprache mitzudenken. So würden auch nach wie vor viele Eltern die Beiträge für die Versicherungen ihrer Kinder übernehmen, wenn diese sich noch in Ausbildung oder im Studium befinden.




